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Handball
HCW deklassiert den ATV, erster Saisonerfolg für HGR II

Remscheid. (NF/LF/zet) Handball-Landesliga: HC Wermelskirchen - ATV Hückeswagen 30:15 (15:7) - Die Wut über die klare Derbyniederlage in der Vorwoche in Radevormwald ließen die Wermelskirchener an den Schlossstädtern aus. Lediglich bis zum 3:4 (7.) konnte der ATV im Derby mithalten. Dann wurde die Begegnung immer mehr zu einer überraschend einseitigen Angelegenheit zugunsten der Gastgeber. "Wir hatten im Angriff auf alles eine Antwort und haben hinten super gut verteidigt", sprach HCW-Coach Shahrokh Rezaloo seiner Mannschaft ein "großes Lob" aus. Als die Gastgeber Mitte der zweiten Halbzeit auf 27:11 (46.) davongezogen waren, wechselte Rezaloo munter durch. Zu seinem Landesligadebüt kam dabei Yannick Becher, der gegen seinen Bruder Dennis im ATV-Tor gleich zwei Treffer erzielte. "Wenn man die Vorgaben nicht umsetzt und mit schlechter Chancenverwertung und ohne Abwehr agiert, endet das eben in einem Debakel", grantelte Hückeswagens Trainer Sebastian Mettler. Nun gelte es, "hart dafür zu arbeiten, im nächsten Spiel nach zuletzt drei Niederlagen wieder einen Sieg einzufahren".

HCW-Tore: Tobolski (8), Cruz-Diego (6), Halbach (4), Jedamzik, Cornelsen (je 3), Söhnchen, Müller (je 2), Becher (2/1). ATV-Tore: Bangert (6/1), Wilhelmy, Graf, Sperling (je 2), Moraczewski, Antrecht, Lars Frischmuth (je 1).

Bergische Panther II - HSG Radevormwald/Herbeck 29:31 (14:15) - "Das war keine gute Leistung", haderte HSG-Trainer Markus Eigenbrod trotz des Derbysiegs mit dem Auftritt seines Teams. Die sonst so starke 3:2:1-Abwehr der Gäste wurde direkt in der Anfangsphase von den bissigen Panthern ausgehebelt. Nach der 6:1-Führung der Hausherren (8.), stellte Eigenbrod die Deckung auf eine defensivere 5:1-Formation um. "Damit bekamen wir hinten mehr Stabilität", sagte der Coach, dessen Schützlinge ausglichen und mit einer hauchdünnen Führung die Seite wechselten. Im zweiten Durchgang entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe: Die Führung wechselte ständig, wobei sich keine Mannschaft entscheidende Spielvorteile erarbeitete. Zehn starke HSG-Minuten sollten die Entscheidung im Derby bringen: Die Bergstädter nutzten die Zeitstrafen bei den Panthern und zogen kurz vor Spielende von 26:25 (50.) auf 31:25 davon. "Das war unsere stärkste Phase, in der besonders Dennis Kirschsieper und Simon Broch konsequent trafen und wir die sich bietenden Möglichkeiten eiskalt zu nutzen wussten", nannte Eigenbrod den doppelten Punktgewinn einen "unansehnlichen Arbeitssieg". Enttäuscht war indessen Panther-Spielertrainer Sendi Cestnik. "Wir sind am Ende nervös geworden, haben im Angriff nicht mehr die richtigen Entscheidungen getroffen und verdient verloren, weil Rade die konstantere Mannschaft war", resümierte der Panther-Coach, dessen Team weiter im Tabellenkeller festsitzt.

Panther-Tore: Lenhof (7), Adams (7/4), K. Symannek (5), Grasekamp (4), Hallmann (2), Radonjic, Liedtke, B. Mauritz, Scheel (je 1).- HSG-Tore: Broch (9), Kirschsieper (8), Hasenburg (5), Koljkovic (3/1), Jäschke (3), Jonek (2), Dietzel (1/1).

HG Remscheid II - Ohligser TV 23:20 (12:9) - Die HGR-Reserve. kann doch noch gewinnen. Nach sechs Niederlagen in Serie landeten die Gastgeber ihren ersten Saisonsieg. Bis zum 15:15 verlief die Partie ausgeglichen, doch anders als in der Vorwoche ließen sich die Remscheider aber nicht aus der Ruhe bringen. In doppelter Unterzahl erzielte die HGR drei Treffer und ging 19:16 in Führung (48.). "Das war sicher der Knackpunkt", freute sich HGR-Vorsitzender Thomas Holz: "Anstatt in der Unterzahl einzubrechen, haben wir diese für uns entschieden und damit viel Selbstvertrauen sowie Motivation für die Schlussphase getankt." Besonders Florian Kinder und Christoph Plückebaum fanden immer wieder Lücken in der 4:2-Abwehr der Gäste und trafen nach Belieben.

HSG-Tore: Kinder (7), Schmidt (4), Halfmann, Plesa, Plückebaum (je 3), Adamek, Lüttger (je 1), Heinz (1/1)

Quelle: RP
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