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Handball
HG Remscheid nimmt auch die Hürde Wülfrath

Remscheid. Handball-Verbandsliga: TuS Wermelskirchen ergattert einen Punkt beim Tabellenvierten. Von Niklas Frielingsdorf und Lars Faßbender

TB Wülfrath - HG Remscheid 24:30 (11:15) - Mit dem klaren Sieg in Wülfrath wahrten die Remscheider die Chance auf das Endspiel um den Meistertitel am letzten Spieltag bei Mettmann Sport. Unter den 250 Zuschauern machte besonders der Wülfrather Anhang mächtig Stimmung. Während einer Auszeit in der 19. Minute (7:9) verschaffte sich aber vor allem der wütende HGR-Spielertrainer Lukas Steinhoff Gehör: "Wir waren nicht konzentriert genug und haben reihenweise Fahrkarten geschossen. Deshalb wurde ich etwas lauter." Die Gäste agierten in der Defensive zwar kompakt gegen den oft harmlosen Wülfrather Rückraum, scheiterten im Angriff aber immer wieder am starken TBW-Torwart Christoph Engler. "Erst als wir unsere Chancen genutzt haben, wurde es klarer", sagte Steinhoff, der nach dem Seitenwechsel ein Déjà-vu erlebte: Anstatt die Führung souverän auszubauen, wurden abermals fahrlässig beste Tormöglichkeiten ausgelassen. Wülfrath holte auf und gestaltete die Partie eine Viertelstunde vor dem Ende wieder offen. Sechs starke Minuten brachten dann die Entscheidung. Die HGR zog von 24:23 (51.) auf 28:23 (57.) davon. "Wir waren hinten heraus klarer im Kopf", freute sich der Coach über den "Arbeitssieg".

HGR-Tore: Steinhoff (8), Lewandowksi (7/1), Baier (4/2), Voß (4), Elbracht (3), Jähnichen (2), Niese, Seifert (je 1).

TuS Lintorf - TuS Wermelskirchen 25:25 (11:12) - Die Mannschaft von Wermelskirchens Trainer Braco Sladakovic zeigte erneut eine Reaktion auf die zuletzt dürftigen Leistungen und belohnte sich mit einem Punkt beim Tabellenvierten. Dabei verlief die Begegnung praktisch über die gesamten 60 Spielminuten eng und ausgeglichen. Lediglich die Gäste konnten sich gegen Mitte der ersten Halbzeit einmal auf vier Tore absetzen (10:6). "Wenn wir bis zum Ende so weitergespielt hätten, wie in dieser Phase, wären vielleicht sogar zwei Punkte drin gewesen", erklärte TuS-Spielmacher Jens Schnellhardt, der kurz vor Schluss per Siebenmeter zum 25:25 getroffen hatte. Zuvor hatten die Blaugelben, die kurzfristig auf einige Akteure verzichten mussten, bereits drei Strafwürfe ausgelassen. In der engen Schlussphase ließ sich der TuS auch nicht davon beirren, dass Gerrit Irion nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte sah (46.). "Heute haben wir endlich mal gezeigt, dass wir auch gegen Mannschaften aus der Spitzengruppe punkten können. Das freut uns besonders", sagte Schnellhardt.

TuS-Tore: Sichelschmidt (7), Schnellhardt, Irion (je 4), Biesenroth, Rother (je 3), Sladakovic (2), Niegetiet (1).

Quelle: RP
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