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Handball
HGR büßt im Derby einen Punkt ein

Handball: HGR büßt im Derby einen Punkt ein
Jan Beck, künftig Torhüter bei der HG Remscheid, machte gestern mit einer guten Leistung seinen neuen Teamkollegen das Leben schwer. FOTO: Hertgen
Remscheid. Handball-Verbandsliga: HG Remscheid nur 29:29 gegen den Nachbarn Cronenberger TG. Eine doppelte Unterzahl bringt den TuS Wermelskirchen in Ratingen beim 25:28 auf die Verliererstraße. Von Michael In't Zandt und Henning Schlüter

HG Remscheid - Cronenberger TG 29:29 (17:14) - Gerecht, aber unnötig. So lässt sich das Remis vom Sonntagmittag am besten zusammenfassen, durch das die Remscheider 2016 zwar weiter unbesiegt sind, Platz zwei in der Tabelle allerdings vorerst abgeben mussten. In einer für beide Mannschaften wellenförmig verlaufenden Begegnung mit ein paar Höhen, aber auch vielen Tiefen, erwischte Cronenberg den besseren Start. Nach nur viereinhalb Minuten und einem 4:0-Vorsprung der CTG nahm die HGR die erste Wachmacher-Auszeit. Mit Erfolg: Beim 8:8 (16.) war das Team wieder auf Augenhöhe, und nach dem 13:13 (26.) schien es auf die Siegerstraße einzubiegen. Aber dann war erst einmal wieder Cronenberg am Zug. Aus dem 14:18 (32.) machte der Gast um den guten Jan Beck im Tor, der in der neuen Saison für die HGR spielt, eine 27:23-Führung (52.). In dieser Phase kamen die Hausherren mit einer doppelten Manndeckung gegen sich überhaupt nicht zurecht. Doch zumindest der Wille und die individuelle Klasse von Luca Lewandowski und André Niese stimmten, um wenigstens noch einen Punkt zu retten. "Ich war heute mit der Abwehr sehr unzufrieden", sagte HGR-Spielertrainer Lukas Steinhoff hinterher, der allerdings auch vorne Defizite erkannte und orakelte: "Vielleicht haben uns die jüngsten Erfolge etwas zufrieden gemacht. Dafür kassiert man dann gerne mal die Quittung."

HGR-Tore: Lewandowski (11/3), Niese (6), Baier, Steinhoff (je 3), Pütz, Seifert (je 2), Elbracht, Voß (je 1).

TV Ratingen - TuS Wermelskirchen 28:25 (12:12) - Die letzten 60 Sekunden vor der Pause und die ersten fünf Minuten nach dem Seitenwechsel waren aus Sicht von Trainer Braco Sladakovic am Ende Hauptgrund für die Niederlage seiner Mannschaft. "Wir waren gut vorbereitet und hatten Ratingen im Griff", meinte der TuS-Coach, dessen Team kurz vor der Pause mit 12:10 führte, ehe die Gastgeber noch zum Ausgleich kamen. Zu Beginn des zweiten Durchgangs kassierten Christian Rother und Gerrit Irion kurz hintereinander jeweils eine Zeitstrafe, so dass der TuS in doppelter Unterzahl agieren musste. "Das hat Ratingen genutzt und sich von 14:14 auf 17:14 abgesetzt. Diesem Rückstand sind wir dann hinterhergelaufen", ärgerte sich Sladakovic, der allerdings noch weitere Schwachstellen bei der Aufholjagd seiner Mannschaft sah. Zum einen funktionierte das Mannschaftsspiel nicht mehr, so dass die Wermelskirchener mehr und mehr auf Einzelaktion angewiesen waren. Beispielsweise auf die von Niklas Sichelschmidt, der sieben seiner zehn Treffer im zweiten Durchgang erzielte. Zum anderen erwischten beide Keeper einen rabenschwarzen Tag und hielten kaum einen Ball. Erschwerend kam hinzu, dass mit zunehmender Spieldauer die Kräfte schwanden und damit auch die Konzentration nachließ. "Uns fehlten dann auch die Alternativen", meinte Sladakovic, der unter Strich zwar mit der Niederlage haderte ("Da war mehr für uns drin."), mit seinen Schützlingen aber nicht zu hart ins Gericht ging: "Das war gegenüber der Vorwoche eine klare Steigerung."

TuS-Tore: Sichelschmidt (10), Schnellhardt (6/3), Rother (3), Biesenroth, Hampel (je 2), S. Sladakovic, Niegetiet (je 1).

Quelle: RP
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