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Handball
HGR im Derby beim ATV unter Zugzwang

Handball: HGR im Derby beim ATV unter Zugzwang
Wiedersehen: Michael Hildebrandt hat seine Karriere beim HCW inzwischen verletzungsbedingt beendet. FOTO: Moll
Remscheid. Handball-Landesliga: Remscheider müssen gewinnen, um sich vom Abstiegsplatz fernzuhalten. Radevormwald gegen den erstarkten OTV,HCW gastiert beim heimstarken Turnerbund in Solingen. Von Lars Fassbender, Niklas Frielingsdorf und Frank Lorenzet

HSG Radevormwald/Herbeck I - Ohligser TV - Wenn der OTV in der Bergstadt seine Visitenkarte abgibt, ist das Team von Trainer Markus Eigenbrod gewarnt. Die Nachbarn aus Remscheid und Wermelskirchen hatten zuletzt gegen die abstiegsbedrohten Solinger das Nachsehen. Zwar trennen den OTV nur zwei Punkte vom Abstiegsplatz, davon täuschen lassen will sich Eigenbrod aber nicht und nahm den Gegner vor der Osterpause selbst in Augenschein: "Ohligs hat ordentliche Ergebnisse erzielt, ist immer noch unter Druck und hat sich in den letzten Wochen personell sehr gut verstärkt." Platz drei scheint den Bergstädtern gesichert: Sowohl auf Platz zwei als auch auf Rang vier hat die HSG fünf Punkte Abstand. Fraglich ist für den Trainer, dessen Team in dieser Woche durch den Heimsieg über den HC Wermelskirchen ins Kreispokal-"Final Four" eingezogen ist, einzig der Einsatz von Tim Festag, der seine Verletzung noch nicht ganz auskuriert hat.

Sonntag, 14.45 Uhr, Gymnasium.

ATV Hückeswagen - HG Remscheid II - "Gegen Remscheid haben wir noch eine Rechnung offen. Im Hinspiel haben wir ganz schlecht ausgesehen", sagt ATV-Trainer Sebastian Mettler vor dem Derby. Wolle man gegen einen "sicher top motivierten Gegner, für den es noch um den Klassenerhalt geht", gewinnen, müsse allerdings eine Steigerung im Vergleich zur letzten Niederlage gegen die Bergischen Panther II her - "und zwar in fast allen Bereichen". Optimistisch stimmt den ATV-Coach unter anderem die Heimbilanz seiner Schützlinge in diesem Jahr: "Wir haben noch kein Spiel verloren und wollen, dass das so bleibt." Fehlen werden Jan Antrecht (Fuß), Maurice Sielmann (Hand) und Dennis Becher (Studium).

Neben Ohligs und der "Dritten" des BHC kämpft auch noch die "Zweite" der HG Remscheid um den Klassenerhalt in der Landesliga. In Hückeswagen gehen die Gäste zwar als Außenseiter, aber nicht chancenlos in die Partie. Zudem erinnern sich die Remscheider gerne an das Hinspiel: In eigener Halle fuhr die HGR ihren zweiten Saisonsieg ein. Einen Erfolg würde Gäste-Trainer Detlef Randzio auch diesmal gerne feiern. Dass dies nicht leicht wird, belegt die Heimbilanz der Hausherren: 2016 haben die Schlossstädter noch kein Heimspiel verloren. "Wir werden uns etwas ausdenken müssen", sagt Randzio, der "kämpferische Geschlossenheit und Einsatzfreude" von seiner Mannschaft fordert. Personalsorgen hat der Coach nicht.

Sonntag, 17.30 Uhr, Brunsbachtal.

Solinger TB - HC Wermelskirchen - Eine harte Nuss erwartet HCW-Trainer Shahrokh Rezaloo beim STB: "Das wird ein sehr schweres und sicher auch enges Spiel." Die Solinger sind zu Hause eine Macht. Die letzte Heimniederlage kassierten die Gastgeber Ende November. Auch das Hinspiel gewannen die Klingenstädter mit einem Tor. "Der STB kann jeden schlagen", verweist Rezaloo auf die schwankenden Ergebnisse. Zwar konnten die vielen verletzten HCW-Spieler in der Osterpause ihre Wehwehchen auskurieren, riskieren will der Gäste-Trainer aber nichts: "Matthias Volkmann und Felix Jedamzik werden maximal zu Kurzeinsätze bekommen." Neuzugang Michael Hildebrandt wird nicht mehr für die Wermelskirchener auflaufen. Der wurfgewaltige Linkshänder hat seine Karriere aufgrund einer Verletzung beendet.

Samstag, 19.30 Uhr, August-Dicke-Schule.

Team CDG/GW Wuppertal - Bergische Panther II - Obwohl es in dieser Saison nur einen Absteiger geben wird, können die Panther den Klassenerhalt noch nicht endgültig verbuchen. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf das Schlusslicht Bergischer HC III, fünf Spiele sind noch auszutragen. Mit einem Sieg in Wuppertal könnte der Gast aber hörbar aufatmen. Im Hinspiel mussten die Panther eine unglückliche 21:22-Niederlage einstecken, für das Rückspiel sieht Spielertrainer Sendi Cestnik die Chancen gleich verteilt, obwohl der Gegner als Tabellenfünfter deutlich vor den Panthern liegt. Die Hoffnungen begründet der Coach mit dem Einsatz der A-Jugendlichen. Mit ihrer Unterstützung gelangen zuletzt zwei Siege. "Mit den jungen Talenten sind wir vor allem im Angriff deutlich schneller und flexibler", so Cestnik. Als Schwachstelle hat er das Rückzugsverhalten der Gastgeber ausgemacht: "Wenn wir nach Ballgewinnen mit Tempo nachsetzen, dann ist ein Sieg möglich."

Samstag, 18 Uhr, Max-Planck-Straße, Wichlinghausen.

Quelle: RP
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