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Handball
HGR mit starkem Willen, TuS chancenlos

Remscheid. Handball-Verbandsliga: Remscheider gewinnen in Wuppertal mit 28:27, Wermelskirchen verliert 26:35 in Überruhr. Von Niklas Frielingsdorf und Michael In't Zandt

LTV Wuppertal - HG Remscheid 27:28 (14:15) - Was für Lukas Steinhoff am Ende zählte, waren die beiden Punkte. Vom spielerischen Auftritt seiner Mannschaft war er nicht begeistert. "Wir hatten die gleichen Defizite wie in den Spielen zu vor", meinte der Spielertrainer. "Es war in den letzten Minuten eine absolute Willensleistung. Dafür gebührt der Mannschaft ein großer Respekt", meinte Steinhoff, dessen Team sechs Minuten vor dem Spielende noch mit 23:26 hinten lag. Doch dann hielt Torhüter Paul Leppak einige Bälle, und im Angriff wurde konsequent der Abschluss gesucht. "Zum Schluss haben wir kühlen Kopf bewahrt", freute sich Steinhoff über den Siegtreffer, für den Luca Lewandowski 15 Sekunden vor dem Abpfiff verantwortlich zeichnete. Allerdings hätten die Gäste überhaupt nicht zittern müssen. Denn nach einer ausgeglichenen Anfangsphase lagen die Remscheider mit drei bis vier Toren vorne. "Die Jungs haben sich dann das Leben selbst schwergemacht", meinte HGR-Manager Ralf Hesse, der dem Team dennoch ein dickes Lob aussprach: "Es war toll, wie sich die Mannschaft dann aus dem Schlamassel befreit hat."

HGR-Tore: Niese, Saalmann (je 9), Lewandowski (3), Voß, Steinhoff, Ellbracht, (je 2), Baier (1).

SG Überruhr - TuS Wermelskirchen 35:26 (16:12) - Letztlich ohne Chance blieb die Mannschaft von TuS-Trainer Braco Sladakovic beim Tabellenführer. Schnell gerieten die Blau-Gelben mit 1:9 in Rückstand (15.). Zwar kämpften sie sich bis zur Pause auf vier Tore heran, mussten jedoch gleich nach dem Wiederanpfiff zwei Treffer hintereinander hinnehmen. Spätestens beim 28:19 war die Begegnung dann endgültig zugunsten der Gastgeber gelaufen. "Unsere Abwehr hat in keiner Formation funktioniert, die Torhüter haben auch nur selten einen Finger an den Ball bekommen. In der Offensive hatten wir kaum gute Ideen und haben viele Bälle verloren", erklärte TuS-Spielmacher Jens Schnellhardt. Insgesamt habe die Partie - wie auch schon die verlorenen Begegnungen gegen Mettmann und phasenweise gegen Lintorf - gezeigt, dass diese Spitzenteams noch eine Nummer zu groß sind. "Das war eine bittere Erfahrung für uns, wir machen einfach zu viele Fehler", ergänzte Schnellhardt.

TuS-Tore: Schnellhardt (8), Biesenroth (7), Rother, Sichelschmidt (je 3), Sladakovic, Irion (je 2), Niegetiet (1).

Quelle: RP
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