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Handball
HGR rückt Spitzenreiter auf den Pelz, TuS versagt im Angriff

Remscheid. Handball-Verbandsliga: Remscheider gewinnen klar in Langenfeld, Pütz feiert Comeback. Wermelskirchen verliert 16:23 gegen Angermund. Von Michael In't Zandt und Henning Schlüter

SG Langenfeld II - HG Remscheid 29:34 (11:17) - Auch im siebten Ligaspiel in Folge blieb die HGR ungeschlagen. Mehr noch: Die Mannschaft entledigte sich am Samstag der Aufgabe bei der zweiten Mannschaft der SGL völlig unaufgeregt und rückt Spitzenreiter SG Überruhr (24:29-Heimpleite gegen Ratingen) immer näher auf den Pelz. Aktuell beträgt der vor kurzem scheinbar uneinholbare Rückstand auf den Tabellenführer nur noch drei mickrige Punkte. Das verspricht ein spannendes Saisonfinale zu werden.

In Langenfeld schuf die HGR früh Fakten und war schon zur Pause auf die Siegerstraße eingebogen. In einem mitunter ruppigen Spiel ließ sich der Gast auch nach dem Seitenwechsel nicht von seiner Linie abbringen und hätte am Ende auch höher gewinnen können. "Aber der eine oder andere hatte das Kreispokalspiel am Sonntagmorgen im Kopf und hat ein wenig das Gas gedrosselt", sagte Spielertrainer Lukas Steinhoff.

Neben den üblichen Verdächtigen, wie Luca Lewandowski (in Abwesenheit von Dominik Voß diesmal in der Rückraummitte) oder Jacek Krajnik, sorgten am Samstag zwei weitere Akteure für Gesprächsstoff: Linksaußen Philipp Baier bestätigte seine gute Form mit sieben Treffern. Zudem gab Rechtsaußen Lukas Pütz nach seinem Kreuzbandriss in der zweiten Hälfte sein Comeback - und erzielte dabei gleich einen Treffer in doppelter Unterzahl. "Wenn das mal kein schöner Einstand ist", freute sich auch Lukas Steinhoff.

HGR-Tore: Lewandowski (9/4), Krajnik (8), Baier (7), Steinhoff (4), Jähnichen (3), Elbracht, Niese, Pütz (je 1).

TuS Wermelskirchen - TV Angermund 16:23 (8:11) - "Gegen 23 Gegentore kann man nichts sagen", meinte TuS-Trainer Braco Sladakovic nach der Niederlage gegen den Tabellenzweiten aus Angermund. "Zum Angriff will ich lieber nichts sagen", erklärte der Coach angefressen, ehe er nach zweimaligem Durchatmen ein "Das war eine Frechheit" hinterher schob. Das war auch schon im Großen und Ganzen die komplette Analyse einer Partie, die das Prädikat "Verbandsliga" nur mit sehr viel Wohlwollen verdient hatte. Denn beide Teams agierten technisch und taktisch auf ganz schwachem Niveau. Schon die ersten zehn Minuten hatten es in sich. Jens Schnellhardt scheiterte mit einem Strafwurf ebenso an Angermunds Keeper wie Niklas Sichelschmidt mit einem Gegenstoß, ehe Jan Biesenroth einen Strafwurf neben (!) das Gäste-Tor setzte. Die mangelnde Treffsicherheit des Wermelskirchener Rückraums sollte sich dann wie ein roter Faden fortsetzen. Sladakovic' Dilemma: Er hatte keine Alternativen. So nahm sich das genannte Trio reihenweise Würfe, die weder gut vorbereitet, noch platziert genug waren, um die Angermunder Abwehr ernsthaft in Gefahr zu bringen. Da auch die Gäste den Handball nicht erfunden hatten, blieb die Partie bis zum Seitenwechsel relativ offen. Entscheidend sollten dann die ersten 45 Sekunden nach der Pause werden. Angermund erzielte zwei Treffer und setzte sich auf 13:8 ab. Dieser Fünf-Tore-Vorsprung sollte dann reichen, um einen ungefährdeten Sieg einzufahren. Es gab aber auch eine positive Nachricht aus Wermelskirchen: Kreisläufer Christian Rother bleibt dem TuS erhalten.

TuS-Tore: Schnellhardt (5/3), Niegetiet (3), Sichelschmidt, Biesenroth, Irion (je 2), S. Sladakovic, Rother (je 1).

Quelle: RP
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