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Handball
HGR soll raus aus der Komfortzone

Handball: HGR soll raus aus der Komfortzone
Mindestens so viel mehr an Einstellung muss es ein: Von Trainer Detlef Randzio gab es Anfang der Woche eine klare Ansage für die HGR-Spieler. FOTO: Moll
Remscheid. Handball-Verbandsliga: Klare Ansagen in Remscheid. TuS feiert Wiedersehen mit Buss, Ross und Reinacher. Von Henning Schlüter und Niklas Frielingsdorf

HG Remscheid - Niederbergischer HC - Als Bestandteil des Teams ließ er seinem Spannmann den Vortritt. "Ich muss mir die Kritik als Spieler ja auch gefallen lassen", sagt HGR-Spielertrainer Lukas Steinhoff. Deswegen war für die Videoanalyse und "ein paar klare, energische Wort" nach der Pleite von Ratingen Trainer Detlef Randzio zuständig. Der hatte unmittelbar nach dem 25:32 bereits angekündigt, sich "so etwas nicht mehr gefallen zu lassen". Die interne Manöverkritik fiel laut Steinhoff auf fruchtbaren Boden: "Alle waren einsichtig, es fehlte nach der klaren Führung zu Beginn an der nötigen Einstellung, um den Sieg nach Hause zu bringen." Diese Erkenntnis ließ allerdings auch den Entschluss reifen, sich ab sofort der kuscheligen Komfortzone zu entledigen, in der sich das Team scheinbar eingerichtet hatte. Steinhoff: "Trainingsplanung und -intensität verändern sich. Wir wollen mehr Aggressivität und Tempo auch bei den Einheiten. In dieser Woche hat das schon gut geklappt." Das, findet Steinhoff, sei auch notwendig, denn: "Der NHC ist zwar Schlusslicht und steht mit dem Rücken zur Wand. Aber die Mannschaft war zuletzt spielfrei und hat sich drei Wochen lang gezielt auf uns vorbereitet." Unter anderem mit Neuzugang Maik Maschek (Ex-TuS Wermelskirchen), der aber möglicherweise krankheitsbedingt ausfällt. Dagegen können die Gastgeber weitgehend aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Rechtsaußen Lukas Pütz, der nach seinem Kreuzbandriss gestern erstmals wieder voll mittrainieren wollte, ist der Kader komplett. Und die Spieler sind heiß darauf, die in sozialen Medien gemachte Kampfansage des erst einmal siegreichen NHC ("Wir haben uns in drei Wochen Training vorbereitet, um am Samstag zwei wichtige Punkte für den Klassenerhalt mit nach Hause nehmen zu können") zu parieren.

Samstag, 19.15 Uhr, Neuenkamp.

TuS Wermelskirchen - LTV Wuppertal - Als selbsternannter Aufstiegskandidat, der derzeit allerdings im Tabellenmittelfeld feststeckt, treten die Gäste um die routinierten Ex-Wermelskirchener Jens Buss (Trainer), Marc Ross (Co-Trainer) und Erwin Reinacher (Spieler) mit einer gehörigen Portion Druck bei den Blau-Gelben an. "Der LTV darf kein Spiel mehr verlieren, während wir nach unserem guten Saisonstart entspannt in die Partie gehen können", sagt TuS-Spielmacher Jens Schnellhardt, der in der Vergangenheit selbst mal das Trikot der Wuppertaler trug. Um das Prunkstück der Gäste - den gefährlichen Rückraum - zu stoppen, sei es vorrangig, "eine stabile 6:0-Abwehr auf die Platte zu stellen". Insgesamt habe der LTV bislang sein großes Potenzial nur sporadisch angedeutet. "Das wir trotzdem eine ganz schwere Aufgabe für uns", ist sich Schnellhardt sicher. Die Einsätze von Matthias Rechlin und Christian Rother werden sich kurzfristig entscheiden.

Sonntag, 17 Uhr, Schwanen.

Quelle: RP
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