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Schwimmen
Hilft der OTV der SG Bergisch Land?

Remscheid. Die Leistungsgruppe der Schwimmer ist dezimiert, deshalb bitten sie die Ohligser um eine Trainingskooperation. Von Georg Amend

Dirk Krzyzaniak, Finanzchef der SG Remscheid und Schwimmwart der SG Bergisch Land, war vor zwei Monaten schon klar, dass er eine unpopuläre Maßnahme ergriffen hatte. Damals trennte sich der Verein von Cheftrainer Jörg Schiemann, um seine Kosten zu reduzieren. Das hatte Auswirkungen auf die Gemeinschaft aus SG Remscheid und TSV Aufderhöhe: Die Leistungsgruppe bröckelt, einige Talente verließen den Verein. So wie die Remscheiderin Jule Markus, die nun für die SG Bayer Wuppertal startet, oder die Solingerin Sarah Hähnel, die nach Neuss gewechselt ist.

Was also tun? Die SG Bergisch Land hat beim Ohligser TV angefragt, ob dieser sich eine Trainingskooperation vorstellen könne. "Sie haben mich gefragt, ob ich beide trainieren könnte", bestätigt OTV-Trainer Jürgen Altenhofen. "Ich könnte mir vorstellen, das zu machen, die SG wäre dafür. Aber wir müssen das jetzt an die Vorstände geben. Die entscheiden."

Gerüchte, dass sich die Ohligser bereits der SG angeschlossen hätten, seien dagegen haltlos, betont Beate Globisch, die 2. Vorsitzende des OTV und technische Leitung der Schwimmabteilung. "Ein Beitritt zur SG steht derzeit auf gar keinen Fall im Raum. Über eine Trainingsgemeinschaft müssen wir uns Gedanken machen und mit den Trainern sprechen." Schließlich habe man keine gemeinsamen Trainingszeiten, es wären also noch "einige Hürden zu nehmen. Aber wir haben ohnehin noch nicht konkret gesprochen", erklärt Globisch.

Die Tendenz zu dieser Kooperation im Training sei "im Vorstand bei 50:50. Die Eltern sind eher dagegen", berichtet die 2. Vorsitzende. "Es gibt Bedenken der Eltern und Kinder, weil wir im Moment eine sehr schöne, homogene Truppe haben. Die Eltern haben Angst, dass sich daran etwas ändern könnte. Niemand ändert gerne etwas, wenn es gut läuft." Wie sie den Eltern ihre Bedenken nehmen kann, weiß Globisch noch nicht, dafür habe es bislang noch zu wenig Gespräche gegeben. Die sollen in der nächsten Woche folgen.

Mit Blick auf Trainer Altenhofen sagt Globisch: "Jürgen und ich können uns das vorstellen. Es gibt aber Bedenkenträger." Nicht nur bei den Eltern, sondern auch im Vorstand. Der stellvertretenden Vorsitzenden des OTV ist aber eines ganz wichtig: "Wir müssen die Eltern mit ins Boot holen. Wenn die Basis das nicht mitträgt, bringt es nichts. Es wäre schön, wenn wir alle davon profitieren könnten."

In einer Gruppe eines Nachrichtendienstes für Handys hat Globisch das noch einmal klargemacht: "Ich habe den Eltern geschrieben: ,Ohne Sie gibt es keine Entscheidung. Wir versuchen Ihnen zwar, unsere Idee schmackhaft zu machen, aber wenn Sie es nicht mittragen, dann ist es so.'"

Die Frage, ob der Ohligser TV der SG Bergisch Land helfen kann, wird also erst beantwortet, wenn sich Eltern und Vorstand über die Marschroute einigen können.

Quelle: RP
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