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HSG feiert souveränen Derby-Sieg, HCW taut erst nach der Pause auf

Handball: HSG feiert souveränen Derby-Sieg, HCW taut erst nach der Pause auf
Die HSG (hier Kevin Breuer beim Wurf gegen Arne Schmidt) war der Reserve der HG Remscheid im Derby turmhoch überlegen. FOTO: Hertgen
Remscheid. Handball-Landesliga: Die Bergstädter schlagen die HG Remscheid II mit 41:28. Wermelskirchen findet in Wuppertal erst in der zweiten Halbzeit in die Spur. ATV verliert das vierte Meisterschaftsspiel in Serie. Von Lars Faßbender, Niklas Frielingsdorf und Frank Lorenzet

HSG Radevormwald/Herbeck - HG Remscheid II 41:28 (21:12) - 69 Tore sahen die Zuschauer im Derby zwischen der HSG und der HGR-Reserve. Da die Torausbeute sowohl im ersten als auch im zweiten Durchgang recht einseitig war, fuhren die Gastgeber einen nie gefährdeten Sieg ein. Dabei präsentierten sich die Remscheider erschreckend schwach und agierten wie ein Absteiger. Die Gäste, die durch ihren ersten Saisonsieg im letzten Spiel mit viel Selbstvertrauen nach Radevormwald fuhren, hatten sich zwar viel vorgenommen, doch bereits nach zehn Minuten war der Wille der Gäste gebrochen. "Wir wollten direkt zu Beginn aggressiv verteidigen und möglichst gut zu starten", sagte HSG-Trainer Markus Eigenbrod, der mit einer offensiven 3:2:1-Abwehr agieren ließ. Bereits zur Pause schien die Messe in der Hermannstraße gelesen. "Eine gute Abwehr und viele Tempogegenstöße brachten uns schnell auf die Siegerstraße", meinte der HSG-Coach, der im zweiten Durchgang munter wechselte. Leo Bona, der seine gesamte Jugend bei der HGR spielte, erzielte den 40. Treffer für die Bergstädter. Einzig in der Schlussphase gelang den Remscheidern ein wenig Ergebniskosmetik, da die Gastgeber in den letzten sechs Minuten mehr als einen Gang zurückschalteten und nach dem 41:22 (54.) nicht mehr trafen. "Es war ein Desaster", meinte der HGR-Vorsitzende Thomas Holz: "Vielleicht haben wir uns im Vorfeld zu viel vorgenommen. Für unsere junge Mannschaft war der Gegner definitiv zu stark."

HSG-Tore: Broch (8), Festag (6), Breuer, Kirschsieper, Koljkovic (je 5), Sahan (4), Hasenburg (3), Dietzel (2), Bona, Jäschke, Hackländer (je 1).- HGR-Tore: Schmidt (5), Lüttger, Adamek, Hufschmidt (je 4), Halfmann (3/2), Stausberg, Pake (je 3), Heinz, Kinder (je 1).

Team CDG/GW Wuppertal - HC Wermelskirchen 17:24 (7:7) - Die Umstände für den HC Wermelskirchen beim Auswärtsspiel in Wuppertal waren alles andere als optimal. Ein schlechter Ball, ein schwaches Schiedsrichtergespann und eine eiskalte Halle ließen die Gäste im ersten Durchgang einfrieren. "Wir haben nicht zu unserem Spiel gefunden, das war nicht gut", sah HCW-Trainer Shahrokh Rezaloo eine torarme erste Halbzeit, in der seine Schützlinge viele gute Chancen liegenließen. Nach dem Seitenwechsel schienen die Wermelskirchener aufgetaut zu sein. Die Abwehr stand besser, und im Angriff wurden die Torchancen genutzt, die in den ersten 30 Minuten fahrlässig ausgelassen wurden. Abermals zeichnete sich Kevin Tobolski als treffsicherer Werfer aus und steuerte zwölf Tore zum HCW-Sieg bei. "Mit dem Spiel können wir so nicht zufrieden sein, aber das Ergebnis stimmt natürlich optimistisch", sagte Rezaloo.

HCW-Tore: Tobolski (12/1), Müller (4/2), Jedamzik (3), Wellershaus (2), Hildebrandt, Cornelsen, Schmidt (je 1).

ATV Hückeswagen - Bergische Panther II 26:29 (13:15) - Der ATV steckt weiter in einem Negativlauf fest. "Das war eine hausgemachte Niederlage, ich bin sehr unzufrieden", grantelte ATV-Trainer Sebastian Mettler nach der neuerlichen Pleite seines Teams. Dabei waren die schwache Chancenverwertung, aber auch die phasenweise zu inkonsequente Defensivleistung die Ursachen für die Heimniederlage. "In der zweiten Hälfte haben wir uns ein paar Mal wieder bis auf ein Tor herankämpft, aber nie ausgleichen können. Dazu haben wir einfach zu viele Chancen vergeben", erklärte Mettler. "Wir haben verdient gewonnen, weil wir über 60 Minuten gekämpft haben und unsere Ausfälle gut kompensieren konnten", freute sich Panther-Spielertrainer Cestnik über den ersten Auswärtssieg der Saison. Das Plus der Gäste, die mit Alexander Radonjic, Mark Grasekamp und Sascha Gerlich auf drei routinierte und wichtige Spieler verzichten mussten, lag in der kompakteren Abwehr, einem starken Torhütergespann und dem treffsicheren Kevin Symannek. "Ich hoffe, dass uns dieser Sieg jetzt endlich das nötige Selbstvertrauen gibt, damit wir uns vor der Winterpause noch ins gesicherte Mittelfeld bewegen können", so Cestnik.

ATV-Tore: Graf (5), Wilhelmy (4), Bangert (4/4), Lars Frischmuth, Hoffmann, Sielmann (je 3), Sperling, Moraczewski, Antrecht, Marz (je 1).- Panther-Tore: Symannek (9), Hallmann (4), Adams (4/2), Lenhof, B. Mauritz (je 3), Schmidt, Cromm (je 2), Scheel, Cestnik, Jörgens (je 1).

Quelle: RP
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