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Handball
HSG-Torhüterin Sena Ariöz hält den Sieg fest

Remscheid. Handball: Bei den Männern gewinnt die HSG II das Derby gegen den HCW II. Lüttringhausen klebt am Tabellenende. Von Lars Hepp, Lars Faßbender und Niklas Frielingsdorf

Oberliga; Frauen: HSG Radevormwald/Herbeck - TuS Treudeutsch Lank 25:24 (14:13) - Nach einem spannenden Herzschlagfinale behielt die HSG gegen Lank die Oberhand und bestätigte ihre glänzende Verfassung. Dabei liefen die Bergstädterinnen bis zur 56. Minute nie einem Rückstand hinterher und führten zeitweise mit vier Toren Vorsprung. Dann wurde es noch einmal eng, denn mit dem Schlusspfiff bekam Lank einen Strafwurf zugesprochen. Doch die wurfgewaltige Birte Pitzen scheiterte an der jungen Sena Ariöz im HSG-Tor. Logisch, dass der Jubel über den Sieg bei der HSG keine Grenzen kannte. "Wir waren gut vorbereitet. Lank konnte uns mit keiner taktischen Maßnahme überraschen", sagte HSG-Trainer Daniel Schnellhardt, der stolz auf die Leistung seines Teams war. Neben Torjägerin Milla Mattyssek stach auch Vanessa Tondar mit sieben Treffern hervor. Ein Aufreger kurz vor dem Spielende könnte jedoch noch ein Nachspiel haben: Bevor Annika Dietzel kurz vor dem Abpfiff die Führung für ihre Farben markierte, nahm der HSG-Coach eine Auszeit. Lank behauptete, dass sie zu diesem Zeitpunkt bereits in Ballbesitz gewesen wären und somit das Timeout unrechtmäßig war. Deshalb legten die Gäste nach dem Spielende Einspruch gegen die Wertung der Partie ein.

HSG-Tore: Mattyssek, Tondar (je 7), Dietzel (4/1), Liedtke (3), Pilgram, Pozuelo, Bersau, Carlucci (je 1).

Landesliga; Männer: Team CDG/GW Wuppertal - HC Wermelskirchen 35:33 (17:12) - Der HC Wermelskirchen erlebte beim Gastspiel in Wuppertal einen gebrauchten Tag. Da die Halle zunächst verschlossen war, blieb beiden Mannschaften nur eine begrenzte Zeit zum Aufwärmen. Zudem erwischten die Gäste einen sehr schlechten Start und lagen schnell 0:6 hinten. "Wir hatten keinen Zugriff auf das Spiel", berichtete HCW-Spielertrainer Shahrokh Rezaloo, der zudem große Probleme mit dem Spielgerät hatte: "Es hat einfach gar nichts gepasst, solche Spiele gibt es leider. Wir können aktuell unsere Ausfälle nicht kompensieren." Dem frühen und hohen Rückstand liefen die Wermelskirchener über die gesamte Spielzeit hinterher.

HCW-Tore: Müller (7/4), Napitowzki, Göhre (je 6), Gnech (4), Streit, Rezaloo (je 2).

Landesliga; Männer: Bergische Panther II - Wuppertaler SV 28:19 (13:5) - Gegen den WSV gelang dem Team von Panther-Trainer Boris Komuczki der Befreiungsschlag. Hochmotiviert gingen die jungen Gastgeber vor allem in der Abwehr zu Werke. Zusammen mit dem überragenden Torhüter Fabian Schneider war die Defensive von den Wuppertalern kaum zu überwinden. Immer wieder eroberten sich die Panther Bälle, starteten mit hohem Tempo Gegenangriffe und sorgten mit dem 20:7 schon früh für klare Verhältnisse.

Panther-Tore: Kaesgen, Peters (je 5), Schmidt (4), D. Jörgens (4/1), Hallmann, Adams, Makulik (je 2), Brölsch (2/1), B. Mauritz, Schmitz (je 1).

Bezirksliga; Männer: HSG Radevormwald/Herbeck II - HC Wermelskirchen II 28:17 (13:10) - Während die Gastgeber die Anfangsphase dominierten (7:4), kämpften sich die Gäste im Verlauf der ersten Hälfte immer wieder heran und führten selbst mit 10:9. Dies sollte die letzte Führung des HCW sein. Über den 13:10-Pausenstand zogen die Hausherren nach dem Seitenwechsel rasch auf 22:15 davon. "Wir haben bärenstark gedeckt. Das war der Grundstein für den Sieg", freute sich Björn Frank, der den urlaubsbedingt verhinderten Christian Gritsch an der Seitenlinie vertrat. "Im Angriff haben wir viel zu drucklos agiert. Der Gegner hatte es nicht schwer, sich auf uns einzustellen", kommentierte HCW-Kreisläufer Niklas Empersmann die erste Saisonniederlage der Wermelskirchener.

HSG-Tore: Jäschke (9), Förster (6), Hengstwerth (6/3), Dienstel (4), Molz (2), Fentzahn (1). HCW-Tore: Empersmann (4), Reisdorf (3), Galla (3/2), Hedderich (2/1), Henche, Benscheidt, Halbach, Boretius, Wirths (je 1).

Bezirksliga; Männer: Lüttringhausener TV - VfL Solingen 33:34 (15:15) - "Ich bin maßlos enttäuscht", meinte der LTV-Vorsitzende Frank Hackländer nach der unnötigen Niederlage und machte seinem Ärger Luft: "Das war eins unserer schwächsten Spiele. So viele Gegentore darf man gegen diesen Gegner nicht kassieren." Besonders die linke Abwehrseite des LTV ließ jegliche Defensivarbeit vermissen. "Dort haben wir gar nicht verteidigt", kritisierte Hackländer. Hinzu kamen viele technische Fehler und eine katastrophale Wurfausbeute, die Solingen nutzte, um den ersten Saisonsieg zu feiern. Der LTV befindet sich nach der Pleite auf dem letzten Tabellenplatz.

LTV-Tore: Weltersbach (9), Kirchhoff (8), Hackländer (5), Blicke (5/1), Werdelhoff, Gilsbach (je 2), Schumacher (1), Lochter (1/1).

Bezirksliga; Männer: HG Remscheid II - SG Langenfeld IV 28:21 (14:14) - 20 Minuten brauchte die HGR, um in die Partie zu kommen. "Wir hatten einen klassischen Fehlstart", klagte Remscheids Trainer Jacek Krajnik. Eine Auszeit (21.) und die Umstellung der Abwehr gab den jungen Gastgebern dann deutlich mehr Sicherheit, so dass beide Mannschaften mit jeweils 14 Toren die Seiten wechselten. Im zweiten Spielabschnitt war abermals die HGR-Abwehr der Garant für den Sieg. "Wir haben super verteidigt und den Gegner nach 45 Minuten müde gespielt", sagte Krajnik.

HGR-Tore: Müller (6), A. Jungjohann (6/4), Elbracht (4), Stausberg (3), Raguss, Imping (je 2), Elbertzhagen, Böhlefeld, Halfmann, Behle, N. Jungjohann (je 1).

Quelle: RP
 
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