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Rollhockey
IGR bringt sich erneut um den Ertrag

Rollhockey: IGR bringt sich erneut um den Ertrag
Sah wegen Beleidigung eines gegnerischen Spielers "Rot": Max Richter. Wie lange der Youngster gesperrt wird, kommt auf den Bericht der Unparteiischen an. FOTO: Hertgen
Remscheid. Rollhockey-Bundesliga: Die Remscheider verlieren in Walsum 2:5. Max Richter sieht auf der Strafbank die Rote Karte. Von Michael In't Zandt

Dass der jungen Mannschaft von Marcell Wienberg, Trainer des Rollhockey-Bundesligisten IGR Remscheid, die Kaltschnäuzigkeit fehlt, wurde am Samstagabend bei der Spätschicht in Duisburg erneut deutlich. Die Remscheider verloren bei der RESG Walsum mit 2:5 (1:1), wobei wie schon vor einer Woche beim 7:8 gegen TuS Düsseldorf-Nord individuelle Fehler ausschlaggebend dafür waren, dass die Remscheider am Ende mit leeren Händen dastanden.

Gegen die mit viel internationaler Erfahrung angetretenen Gastgeber durchlebte Wienberg eine Berg- und Talfahrt der Gefühle. Nach einer Blauen Karte gegen Fabian Selbach gerieten die Gäste mit 0:1 in Rückstand (9.), kassierten dann in Unterzahl ("Blau" gegen Yannick Peinke) das 0:2 (11.), ehe Selbach kurz vor dem Seitenwechsel der Anschlusstreffer zum 1:2 gelang und damit die Hoffnungen der Remscheider auf etwas Zählbares wieder nährte.

Verantwortlich dafür war auch IGR-Torhüter Moritz Kreidewolf, der eine überragende Leistung bot und von seinem Trainer ein Sonderlob erhielt: "Er hat unter Beweis gestellt, dass er unsere klare Nummer eins ist", meinte Wienberg, der diesmal seine Torhüterausrüstung in der Kabine lassen konnte. Denn der frühere IGR-Keeper Matthias Mattusch war extra aus der Schweiz angereist und stand für den Fall der Fälle als zweiter Torhüter zur Verfügung.

Nachdem die Remscheider direkt zu Beginn des zweiten Durchgangs eine Überzahl nicht nutzen konnten, erzielten die Gastgeber den dritten Treffer (40.). "Nach dem 3:1 sind die Jungs zu hektisch geworden und haben sich eine Minute später prompt einen Konter gefangen", meinte Wienberg. Obwohl Yannick Peinke noch in der gleichen Minute seine Mannschaft wieder auf 2:4 heranbrachte (42.), war es für den Coach der Knackpunkt der Partie. Den Knockout gab es wenige Minuten später. Max Richter hatte eine strittige Blaue Karte gesehen (46.), doch anstatt sich auf der Strafbank zu beruhigen, beleidigte er einen Spieler der Walsumer, was ihm die Rote Karte bescherte. In doppelter Unterzahl mussten die Remscheider dann das 2:5 hinnehmen (48.). "Die Jungs sind eben jung und ungestüm", versuchte Wienberg die Disziplinlosigkeit seines Schützlings zu erklären.

Trotz aller Kritik fand Wienberg auch lobende Worte für sein Team: "Die Einstellung und der kämpferische Einsatz waren super", meinte der IGR-Coach, der anfügte: "Ich hoffe, dass die Jungs aus den Fehlern lernen." Überprüfen kann er dies in zwei Wochen, wenn die Partie beim Deutschen Meister ERG Iserlohn auf dem Programm steht.

Quelle: RP
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