| 12.33 Uhr

Rollhockey
IGR: Der Chancentod spielt in Hackenberg

Tribünengast Sven Steup hatte in der Halle Hackenberg keine Sorgenfalte auf der Stirn. Damit bildete er in der Menge der Zuschauer eine Ausnahme. Denn der Rollhockey-Nationaltrainer und Coach des RSC Cronenberg sah eine durchwachsene Vorstellung von Bundesligist IGR Remscheid, der sein letztes Heimspiel vor den Play-offs mit 3:4 (2:2) gegen SK Germania Herringen verlor. Von Jan Dobrick

Mehr als der siebte Rang in der Tabelle ist dadurch kaum mehr zu erreichen, und der würde im Viertelfinale das Duell mit dem Tabellenzweiten, dem RSC Cronenberg, bedeuten. Einzige Möglichkeit, in der Tabelle noch zu klettern, wäre ein Sieg im letzten Auswärtsspiel – ebenfalls gegen Cronenberg.

RSC-Torwart Sebastian Wilk, der seinem ehemaligen Team vor Ort die Daumen drückte, freut sich auf die möglichen Derbys in den Play-offs nur bedingt: "Die Remscheider wachsen in diesen Begegnungen häufig über sich hinaus", weiß der Nationaltorhüter.

Germania Herringen hatte dies indes nicht zu befürchten. Wie in den bisherigen Heimspielen fehlte der IGR das Quäntchen Glück zum Erfolg, und so warten die Remscheider immer noch auf den ersten Heimsieg unter der IGR-Flagge. Gegen Herringen zeigten sich die Schützlinge von Coach Marcell Wienberg aber zumindest im Vergleich zur Niederlage in Krefeld stark verbessert. Zwar verschliefen die Bergischen die Anfangsminuten und gerieten durch Lucas Karschau mit 0:1 in Rückstand (5.), doch geschenkt gab es die Punkte für die Gäste nicht.

Die IGR kämpfte sich ins Spiel und bot dem Tabellendritten, der im Angriff zumeist ideenlos vor dem IGR-Tor kreuzte, Paroli. Ihre Torchancen nutzen die Remscheider jedoch erst nach dem 0:2 durch Stefan Gürtler (10.). Nur Sekunden später erzielte Kapitän Markus Wilk den Anschlusstreffer und blies zur Aufholjagd, an der sich Yannick Peinke mit dem Ausgleich (25.) beteiligte. Einziger Wermutstropfen: Das Tor hätte schon viel früher fallen müssen. Die Gastgeber erarbeiteten sich Chance um Chance, verfehlten aber wie so oft in dieser Saison das gegnerische Tor. Dabei hatten sie noch Glück, dass Herringens Liam-Günther Hages nach 22 Minuten nur die Latte traf. So konnte Wilk das Spiel mit einem direkten Freistoß kurzzeitig drehen (31.).

Doch die Freude darüber wehrte kurz: Ein "Direkter" von Dominik Brandt (41.) und ein weiterer Schuss des Kapitäns (41.) sorgten innerhalb von einer Minute für die IGR-Niederlage. Und dafür, dass sich nun auch Wienbergs Stirn in Falten legte: "Der Chancentod spielt seit längerem bei uns mit. So wird es schwierig, in Cronenberg zu bestehen."

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Rollhockey: IGR: Der Chancentod spielt in Hackenberg


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.