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Rollhockey
IGR festigt den Europapokal-Platz

Remscheid. Rollhockey-Bundesliga: Remscheider 3:2-Heimsieg gegen den RSC Darmstadt. Von Henning Schlüter

Am Mittag schlenderte er nach der Remscheider Sportlerehrung im Teo Otto Theater noch mit zwei Medaillen um den Hals durchs Foyer. Am späten Nachmittag gab's dann drei Punkte und ein dickes Knie für Yannick Peinke: Der Kapitän der IGR Remscheid bezwang mit seinen Teamkollegen den RSC Darmstadt mit 3:2 (1:1), schied aber acht Minuten vor Schluss aus, nachdem er schmerzhafte Bekanntschaft mit der Bande machte. "Wir hoffen, dass es nur eine Prellung ist", sagte Trainer Marcell Wienberg, dessen Schützlinge mit jetzt 27 Punkten in der Tabelle den sechsten Platz belegen, der bekanntlich zur Teilnahme am Europapokal berechtigt.

Die Remscheider hatten gestern allerdings ein dickes Brett zu bohren, ehe der Sieg vor eigenem Publikum feststand. Darmstadt, Tabellenfünfter und mit 28 Punkten nun endgültig in Schlagweite der IGR, war keineswegs müde vom Spiel am Vortag in Recklinghausen (5:2). Stattdessen wirkten die Remscheider in der Anfangsphase alles andere als spritzig - und kassierten folgerichtig das 0:1 (10.). Doch die Mannschaft, die zu Hause eine Macht geworden ist und gerade dort viel Selbstvertrauen getankt hat, ließ sich nicht beeindrucken. Und so sorgte Max Richter mit einem Gewaltschuss noch vor dem Seitenwechsel für den Ausgleich (23.).

Auch danach blieb das Duell packend. Daniel Strieder erzielte schnell die 2:1-Führung (28.), doch Darmstadt blieb am Drücker und kam zum Ausgleich. Zudem schwebte die IGR nach neun Teamfouls in der Gefahr, einen Direkten Freistoß gegen sich zu bekommen. Mit Glück, Geschick, viel Moral und Yannik Lukassen, der für den Siegtreffer sorgte (40.), wurde die heikle Phase aber überstanden - und der vierte Heimsieg in Folge gefeiert.

"Wenn man gesehen hat, mit welcher Leidenschaft die Mannschaft gespielt hat, wie sie sich nicht hat beirren lassen vom Rückstand vor und dem Ausgleich nach der Pause, dann kann man davor nur den Hut ziehen", lobte Marcel Wienberg hinterher. Was ihn besonders freute: Durch den Erfolg ist die IGR im Kampf um den Europapokal-Platz nun nicht auf Schützenhilfe angewiesen: "Wir können es aus eigener Kraft schaffen - das ist wichtig", findet Wienberg

Quelle: RP
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