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Rollhockey
IGR heute in Valkenswaard, Nikolajko hat Glück im Unglück

Remscheid. Fünf Wochen Pause müssen reichen: Am heutigen Samstag steigt auch die IGR Remscheid wieder in die Meisterschaftsrunde der Rollhockey-Bundesliga ein - gleich mit einer Auslandsreise: Um 19 Uhr müssen die Remscheider beim niederländischen Vertreter Valkenswaardse SC ran, der das Schlusslicht der Liga bildet und erst einen Sieg (beim Vorletzten Recklinghausen) zustande gebracht hat. Verzichten müssen die Remscheider auf den beruflich verhinderten Max Richter, dafür steht Jonas Langenohl als zweiter Keeper hinter Moritz Kreidewolf wieder zur Verfügung. Nicht dabei sein kann allerdings Patrick Nikolajko. Im Abschlusstraining traf ihn die Hartgummikugel im Gesicht. Der Routinier hatte trotzdem Glück im Unglück: Er erlitt "nur" eine blutende Platzwunde am Augenlid und muss zwangsweise fünf Tage pausieren. "Es hätte schlimmer kommen und im Wortsinn ins Auge gehen können", atmete Trainer Marcel Wienberg hinterher auf. Von Michael In't Zandt und Henning Schlüter

"Die Pause haben wir optimal genutzt und sind froh, dass es endlich auch für uns losgeht", sagt Wienberg, der neben den vielen Trainingseinheiten auch ein Testspiel gegen den Zweitligisten SC Moskitos Wuppertal (wird vom früheren IGR-Spieler Julian Peinke als Spielertrainer betreut) absolviert hat. "Da haben wir einiges ausprobieren können", so Wienberg, für den das Ergebnis ("Ich glaube, wir haben 11:4 gewonnen") zweitrangig war.

Viel wichtiger war für ihn die Einstimmung auf die Partie gegen Valkenswaard. Die Holländer hat er sich vor zwei Wochen bei ihrer 1:5-Niederlage in Düsseldorf angesehen. "Wir wissen, was dort auf uns zukommt", sagt der Coach, der davor warnt, die Gastgeber zu unterschätzen. "Gerade in Holland ist es immer sehr schwer", weiß Wienberg um die teils hitzige Stimmung im Süden der Niederlande. Zudem sind die ehemaligen IGR-Spieler Lowie Boogers und Luuk Bischoff sowie Trainer Tonny van den Dungen immer besonders motiviert, wenn es gegen die Remscheider geht.

Im Blickpunkt steht bei der IGR aber nicht nur das Bundesligaspiel heute. Am morgigen Sonntag ist der Verein als einer von drei noch verbliebenen Bundesliga-Gründungsmitgliedern ab 11 Uhr im "Remscheider Bräu" im MK-Hotel Gastgeber der 50. Tagung der Erstliga-Klubs. Die aktuell elf Bundesligavereine werden dabei sowohl über die nächste Spielzeit als auch über strategische Themen diskutieren. So wird unter anderem über die sich aus der Erweiterung der Bundesliga auf zwölf Vereine ergebenden zeitlichen Konsequenzen hinsichtlich der Play-off-Runde zu sprechen sein. Vorgeschlagen ist ein Verzicht auf die Austragung von Play-offs, so dass der Erstplatzierte nach Abschluss einer Vorrunde mit Hin- und Rückspiel der Deutsche Meister wäre. Ein Vorschlag, der aber auf wenig Gegenliebe stößt. IGR-Vorsitzender Georg Feldhoff sagt jedenfalls bereits im Vorfeld: "Wir werden diesen Antrag nicht unterstützen. Die Play-offs sind für die Zuschauer interessant und für die Vereine eine nicht unwesentliche Einnahmequelle."

Quelle: RP
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