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Rollhockey
IGR im Schlüsselspiel um das Europapokal-Ticket

Remscheid. Rollhockey: Remscheider stehen am Samstag in Calenberg und danach in Cronenberg vor wichtigen Aufgaben. Von Henning Schlüter

Schlingerkurse mag er nicht. Schon gar nicht in der jetzigen Situation. Deswegen lässt die Ansage von Marcell Wienberg keinen Interpretationsspielraum: "Erstens: Wir wollen ins internationale Geschäft, also mindestens auf Platz sechs. Das ist absolut machbar. Und deswegen brauchen wir zweitens in Calenberg drei Punkte. Ohne Wenn und Aber."

Nach dem 9:1-Erfolg vor der Karnevalspause gegen Recklinghausen rangiert die IGR Remscheid (aktuell 15 Punkte) vier Zähler hinter Darmstadt, das auf dem begehrten Platz sechs liegt. Deswegen hat Marcell Wienberg die kommenden beiden Begegnungen als Schlüsselspiele ausgemacht. Denn mit einem Sieg am Samstag (18 Uhr) bei den Bisons aus Calenberg (momentan sechs Punkte, haben aber zwei Spiele weniger ausgetragen) "würde ein Rivale für die internationalen Plätze auf Distanz gehalten", weiß der Coach. Am folgenden Wochenende geht es zum Bergischen Derby nach Cronenberg, das mit 20 Punkten auch noch in Schlagweite der Remscheider liegt. Wienberg: "Mit zwei Siegen könnten wir uns also eine gute Ausgangsposition verschaffen."

Da passt es dem Trainer und Sportlichen Leiter gar nicht in den Kram, dass sich ausgerechnet jetzt zwei Leistungsträger mit einer Grippe herumschlagen: "Unseren Kapitän Yannick Peinke und Torhüter Moritz Kreidewolf hat's erwischt", sagt Wienberg. Er hofft, dass beide spielen können, "die Frage ist aber, wie fit sie bis Samstag werden".

An eine ähnliche Dominanz wie beim 17:5-Kantersieg im Hinspiel mag Wienberg deswegen nicht glauben - obwohl auch die Calenberger größere Personalsorgen haben. Die vielleicht entscheidende: Mit Milan Brandt fällt der "Ober-Bison" aus, ein Ausnahmespieler, der auch in dieser Saison mit bisher 28 Treffern mehr als die Hälfte der Calenberger Tore (52) erzielt hat. Brandt sah im letzten Spiel gegen Düsseldorf dreimal die Blaue Karte und ist deswegen morgen gesperrt. Unklar ist noch, ob bei den Gastgebern Sebastian Haas seine Verletzung überwunden hat.

So oder so richtet sich Wienberg auf einen heißen Tanz bei den Niedersachsen ein: "Für beide Mannschaften geht es um viel, außerdem ist der Boden in Calenberg gewöhnungsbedürftig und auch die Kulisse kann Einfluss auf das Spiel nehmen. Darauf müssen wir vorbereitet sein."

Deswegen zog die IGR im Vorfeld alle Register. Beispielsweise wurde am Dienstag gemeinsam mit der zweiten Mannschaft trainiert, um den Ausfall der Einheit am Rosenmontag zu kompensieren. Positiv zudem: Bis auf die kränkelnden Peinke und Kreidewolf ist der Remscheider Kader komplett. Vermutlich wird auch Nachwuchstalent Joshua Dutt mit nach Calenberg fahren. Marcell Wienberg: "Da kann er mit seinen 17 Jahren schon mal ein bisschen Bundesliga-Luft schnuppern."

Quelle: RP
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