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Rollhockey
IGR wieder Angstgegner für Iserlohn?

Rollhockey: IGR wieder Angstgegner für Iserlohn?
Lückenfüller: Weil zwei Keeper am Wochenende ausfallen, schlüpft IGR-Trainer Marcell Wienberg wieder in die Rolle des Notfall-Torhüters. FOTO: Moll
Remscheid. Rollhockey-Bundesliga: Remscheider gastieren am Samstag beim Deutschen Meister und wollen ihrem Ruf gerecht werden. Von Henning Schlüter

Am vergangenen Wochenende spielten die deutschen Vertreter im Europapokal. Da war die IGR Remscheid nur interessierter Zuschauer. Ein Stachel im Fleisch der Bergischen, die zu gerne auch wieder auf der europäischen Bühne, wenigstens im CERS-Cup mitspielen möchten. Das klappt aber nur, wenn am Ende der Saison ein gehobener Mittelfeldplatz erreicht wird (mindestens Rang sechs). "Dafür setzen wir alle Hebel in Bewegung", sagt Trainer Marcell Wienberg.

Der Weg dahin ist nach dem verpatzten Saisonstart allerdings dornig und hält am Wochenende auch nicht gerade eine einfache Aufgabe für die Remscheider bereit. Denn am morgigen Samstag gastiert die Mannschaft um 15.30 Uhr beim Deutschen Meister ERG Iserlohn, der in der "Euroleague" getauften Champions League zuletzt beim 6:6 gegen den italienischen Vertreter Breganze seinen ersten Vorrundenpunkt ergatterte.

"Auf dem Papier sind wir in Iserlohn natürlich Außenseiter", sagt Wienberg, der aber trotzdem nicht ohne Hoffnung in die dortige Hemberg-Halle fährt, denn: "In der Vergangenheit haben wir im Sauerland oft gut ausgesehen und auch schon unerwartete Punkte mit nach Hause gebracht." Das klappt diesmal aber wohl nur, wenn die IGR gegen die beste Abwehr der Liga (bisher erst 14 Gegentore) nicht weiter so verschwenderisch mit ihrer Chancenverwertung umgeht.

Personell sieht es bei den Gästen nicht so rosig aus. Max Richter wurde nach seiner Roten Karte aus der Partie in Walsum für zwei Spiele gesperrt, bei Daniel Leandro bahnt sich womöglich eine Sehnenscheidenentzündung an der Hand an, die seinen Einsatz unwahrscheinlich macht. Zudem hat die IGR nach wie vor Sorgen auf der Torhüterposition. Moritz Kreidewolf ist zwar dabei, konnte zuletzt aber aus beruflichen Gründen nur wenig trainieren. Weil Jonas Langenohl verletzungsbedingt in diesem Jahr wohl nicht mehr spielen kann und Toni Fragapane beruflich stark eingespannt ist, sitzt Marcell Wienberg am Samstag mal wieder vorsorglich selber im Torwarttrikot auf der Bank. "Das ist nicht ideal, aber wir werden das Beste daraus machen", verspricht der Trainer.

Während Iserlohn am Sonntag ein zweites Heimspiel gegen Darmstadt bevorsteht, wartet auf die Remscheider nach der Rückkehr aus dem Sauerland eine ganz andere Aufgabe: Sie betreuen am Sonntag den IGR-Stand beim ideellen Weihnachtsmarkt in Lennep.

Quelle: RP
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