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Rollhockey
Iserlohn zeigt IGR-Youngstern Grenzen auf

Remscheid. Rollhockey: Im Rückspiel der Play-offs gewinnt Iserlohn 8:3 und beendet Remscheider Bundesliga-Saison. Von Henning Schlüter

So geht das manchmal, mit den "jungen Wilden": Eine Woche zuvor noch obenauf nach dem in Krefeld erzwungenen Einzug ins Pokalfinale, war die Stimmungslage am späten Samstagnachmittag eher gedämpft. Denn da zeigte das erfahrene Team des Deutschen Meisters ERG Iserlohn im Rückspiel des Play-off-Viertelfinales der IGR Remscheid klar ihre Grenzen auf und sorgte mit dem 8:3-Heimsieg dafür, dass die Bundesligasaison für die Bergischen nun vorbei ist.

Eigentlich reichten den Sauerländern vor einer für ein Play-off-Spiel erschreckend schwachen Kulisse kaum 200 Sekunden. Der überragende André Costa (2), Jorge Fonseca und Kai Milewski sorgten zwischen der fünften und siebten Minute für einen 4:0-Vorsprung der furios aufspielenden ERG. Das war ein nicht mehr aufzuholendes Brett, an dem die Remscheider fortan schwer trugen.

Ja, Daniel Strieder setzte mit drei Treffern - obwohl einer davon eigentlich ein Eigentor von Iserlohns Carlos Nunez war - noch mal Duftmarken. Aber anders als noch beim 4:5 im Hinspiel konnte der Gast aus dem Bergischen die Sauerländer nicht mehr ernsthaft in Bedrängnis bringen. So dominant war die ERG, so respektvoll die IGR. "Wir waren in der Anfangsphase nicht mutig, nicht aggressiv genug. Auch die Körpersprache fehlte", sagte Trainer Marcell Wienberg, der deswegen mit dem Auftritt seiner Schützlinge "nicht zufrieden" war. Zwar gehörten auch solche Spiele gerade für die teils blutjungen Akteure zum Ausbildungsprogramm unter dem Aspekt "Erfahrung sammeln". Trotzdem erwartet sich der Coach mehr von seiner Mannschaft, wenn es nun in die beiden Endspiele um den Pokal gegen Germania Herringen geht: "Die Jungs haben schon oft bewiesen, dass sie es besser können."

Bei den Endspielen - zunächst wird am Samstag, 14. Mai, um 15.30 Uhr in Hackenberg gespielt, dann tags darauf zur selben Zeit in Herringen - kann die IGR auch auf Fabian Selbach bauen. Selbach sorgte in Iserlohn für eine Schrecksekunde, weil er nach einem Check liegenblieb und Kreislaufprobleme bekam. Nach Behandlung von Mannschaftsbetreuer und zweitem Vorsitzenden Carl-Heinz Federowsky gab Selbach nach Spielende aber wieder Entwarnung: "Der Kiefer hatte sich ziemlich verschoben, aber jetzt geht es wieder."

Quelle: RP
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