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Leichtathletik
Jubiläum und Schlussakkord auf dem Stadtkegel

Leichtathletik: Jubiläum und Schlussakkord auf dem Stadtkegel
Noch drei Sekunden bis zum Rekord, der wohl für die Ewigkeit gemacht ist: Der Äthiopier Melaku Belachew kurz bevor er 2014 in 29:09 Minuten den Hauptlauf über 10 000 Meter gewann. FOTO: hertgen
Remscheid. Leichtathletik: Am Sonntag gibt es zum 25. und letzten Mal den Remscheider City-Lauf. Veranstalter rechnen mit rund 1900 Startern. Von Henning Schlüter

Irgendwann nach 16 Uhr ist es vorbei. Dann wird am Sonntag der letzte Läufer beim "Final-Run" über 2000 Meter die Zeitmessung überquert haben, Dann ist der 25. und letzte City-Lauf von Remscheider SV und Stadtsparkasse Geschichte.

Vielleicht steht deswegen eine Reminiszenz an die Anfänge der Veranstaltung, die im Laufe der Jahre über 40 000 Menschen aus der Region und weit darüber hinaus in Bewegung gebracht hat, ganz am Anfang. Noch vor dem ersten Startschuss für die Bambini werden die "Fantastischen Vier" ausgezeichnet: Peter Langer hat 24-Mal den Kurs auf dem Remscheider Stadtkegel absolviert, Arnd Bader, Christian Johannsen und Marc Reichert waren schon jeweils 23-mal dabei.

Zumindest Bader ist auch am Sonntag wieder dabei. Natürlich über die 10 000 Meter. Der Routinier wird auf eine ganze Reihe alter Bekannte treffen. Auf Daniel Schmidt, der als einer der Favoriten gilt, aber auch auf Sascha Velten und viele weitere Läufer, für die der City-Lauf so etwas wie ein Klassentreffen ist. Gemeldet haben auch Ejob Solomun (deutscher Vizemeister im Halbmarathon) und Mealat Bemane (beide SG Wenden). Favoritin bei den Damen ist momentan die dreimalige Siegerin Christl Dörschel (ebenfalls SG Wenden). Allerdings: So ganz sicher kann man sich nie sein, wer tatsächlich vorne landen wird. Oft melden auch noch Läufer aus Afrika nach. Wie 2014, als Melaku Belachew aus Äthiopien in 29:09 Minuten um die Strecke raste und damit eine Bestzeit für die Ewigkeit aufstellte.

Der City-Lauf ist aber mehr als nur der Hauptlauf mit seinen Assen. Er ist eine Breitensportveranstaltung, die nicht zuletzt von Familien, Schulen und Firmen getragen wird. Und nur so kommt man auf die "1900 plus" an Teilnehmern, mit denen der Sportliche Leiter des RSV, Dirk Riemer, rechnet. Je nachdem, wie sich das Wetter bis Sonntag noch entwickelt. Und nur so können auch die vielen ehrenamtlichen Helfer mobilisiert werden, ohne die so ein Event nicht zu stemmen ist.

Was die Organisation betrifft, läuft bislang alles in gewohnten Bahnen: "Alles im grünen Bereich" meldet Dirk Riemer, der noch keinen Gedanken an das Danach verschwendet hat: "Zeit für Sentimentalitäten gibt es vielleicht später. Vorher gilt unsere Konzentration der Veranstaltung am Sonntag."

Übrigens: Wenn der "Final Run" über 2000 Meter um 15.45 Uhr gestartet wird, dann können nicht nur die angemeldeten Läufer mitmachen. Riemer: "Nur die kommen natürlich in die Wertung, aber es wäre doch schön, wenn jeder, der Lust hat, einfach mitläuft. Auch ohne Startnummer."

Quelle: RP
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