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Radsport
Klassensieg für die "Girlfriends"

Radsport: Klassensieg für die "Girlfriends"
War zum sechsten Mal in Folge das teilnehmerstärkste Team bei "Rad am Ring": Doc Tom and Friends. FOTO: Ufer
Remscheid. Radsport: 70 Teilnehmer stellt das Remscheider Team bei "Rad am Ring" und erradelt 23.000 Euro Spendengelder. Von Jörg Ufer

Es war ein perfektes Wochenende für das Radsportteam "Doc Tom and Friends" bei "Rad am Ring" auf dem Nürburgring. Im Rahmen der parallel stattfindenden 24-Stunden-Rennen für Rennräder und Mountainbikes feierte die Remscheider Mannschaft zahlreiche sportliche Erfolge, stellte mit 70 Teilnehmern zum sechsten Mal in Folge das stärkste Team und erradelte 23.000 Euro für den guten Zweck.

"Für mich war es das bislang schönste Wochenende in der Geschichte von Doc Tom and Friends", sagte Team-Eignerin Nicki Muckel. "Wir waren zwar etwas weniger Teilnehmer als in der Vergangenheit, dafür war die Atmosphäre viel familiärer und wir haben den Charity-Gedanken noch mehr in den Fokus gestellt." Vor Ort nahm Birgit Köppe-Gaisendrees, die Leiterin der Kinderschutzambulanz Bergisch Land, symbolisch den Scheck entgegen. "Ich freue mich riesig und bedanke mich ganz herzlich bei allen, die dazu beigetragen haben." Seit 2011 kamen übrigens mehr als 100.000 Euro für den Remscheider Verein zusammen.

Für die besten sportlichen Ergebnisse sorgten einmal mehr die weiblichen Teammitglieder. Nach dem zweiten Rang im Vorjahr fuhren "Doc Toms Girlfriends" auf die oberste Stufe des Podiums bei den Achter-Rennrad-Frauen. Martina Bettendorf, Andrea Göke, Susan Krieger, Isa Oberholz-Dusser, Brigitte Schaffart, Annika Schiewald, Mareike Schiewald und Kornelia Sowka umrundeten die Nordschleife 21 Mal und hatten schließlich fünf Runden Vorsprung auf Rang zwei. Muckel: "Das war zwar nicht unser erster Klassensieg, aber der mit dem größten Vorsprung. Ich bin stolz auf die Girlfriends."

Definitiv Sieger der Herzen waren Nele Dönneweg und Jessica Stübner, die auf dem anspruchsvollen Eifelkurs mit seinen 600 Höhenmetern pro Umlauf als Zweier-Rennrad-Team 20 Runden drehten und knapp geschlagen Zweite in ihrer Klasse wurden. Nur Dönneweg gönnte sich nachts eine kleine Pause, in der Stübner zwei Runden am Stück absolvierte. Ansonsten waren die beiden 25-Jährigen immer hellwach. Eine Schrecksekunde erlebte Dönneweg vor Sonnenaufgang im berüchtigten Streckenabschnitt Fuchsröhre, wo die Radfahrer bis zu 100 km/h schnell sind. "Vor mir verlor einer die Kontrolle, überschlug sich mehrfach und blieb regungslos liegen. Ich hätte beinahe das umherfliegende Rad getroffen. Da hatte ich Riesenglück, vielleicht auch, weil ich dort immer etwas bremse und höchstens 70 km/h fahre."

Von den fünf Achter-Rennrad-Herrenteams waren DTAF-Muffensiggis 1 mit Platz 35 von 84 Startern am besten vor DTAF-Panset auf Rang 54. Für gute Ergebnisse sorgten die MTB-Einzelstarter: Michaela Schäfer freute sich dank zehn Runden auf der 8,6 Kilometer langen Strecke über Platz fünf. Alexander Mietasch fuhr nach 29 Runden auf Platz 25 (von 56), Michael Höck mit 19 Runden auf Rang 42. Bei den Achter-MTB-Herrenteams wurden DTAF-K(r)ampf der Generationen rund um BM-Mitarbeiter Jörg Ufer guter 20. von 34 Mannschaften. "Bis auf eine gerissene Kette bei einem von uns lief es richtig glatt. Mein Dank gilt vor allem meinen Teamkollegen, die zumeist deutlich jünger, aber auch deutlich schneller sind als ich", sagte der 44-Jährige.

Quelle: RP
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