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Klassensiege für Kuhn und Steinhaus

Motorsport: Klassensiege für Kuhn und Steinhaus
Abgehoben: Der Porsche 911 Carrera. Mit diesem Boliden fuhren Andre Kuhn und seine Kollegen nicht nur den Klassensieg ein, sondern waren zudem mit dem besten Produktionswagen im Feld der 156 Starter unterwegs. FOTO: Ufer
Remscheid. Beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring erleben die heimischen Piloten trotz Wetterchaos ein perfektes Wochenende. Von Jörg Ufer

Besser hätten die heimischen Piloten beim Int. ADAC 24 Stunden-Rennen auf dem Nürburgring nicht abschneiden können: Klassensiege für Andre Kuhn und Niklas Steinhaus sowie Mike Stursberg im besten Privatwagen. "Ich bin einfach überwältigt, fast sprachlos", freute sich Kuhn.

Die 44. Auflage des ADAC-Klassikers wird nicht nur wegen des knappsten Ergebnisses aller Zeiten im Gesamtklassement in die Geschichte eingehen. Erst in der letzten Runde fand das entscheidende Überholmanöver statt, am Ende siegte das Mercedes GT3-Team Bernd Schneider (Bottighofen), Maro Engel (Monaco), Adam Christodoulou (Großbritannien) und Manuel Metzger (Schweiz) mit 5,697 Sekunden Vorsprung auf einen weiteren Mercedes GT3.

In Erinnerung bleiben wird allen Fahrern und Fans auch das Unwetter am Samstag rund eine Stunde nach dem Start. Sintflutartiger Regen und Hagel verwandelte die Rennstrecke innerhalb von Minuten zunächst in eine Rutschbahn und dann in einen großen Parkplatz. Da die Sicherheit der Fahrer nicht mehr gewährleistet war und auf teilweise verschneiter Piste selbst 500 PS starke Rennfahrzeuge nicht mehr die Steigungen auf der Nordschleife hochkamen, traf Rennleiter Walter Hornung die einzig richtige Entscheidung und stoppte das Rennen mit der Roten Flagge. Trotz zahlreicher Zwischenfälle gab es keine Verletzten. Es dauerte mehr als eine Stunde, bis alle auf der Strecke gestoppten Autos zurück in der Box waren. Erst nach rund drei Stunden wurde das Rennen wieder freigegeben.

"Meine gesamte Mannschaft hat wieder Unglaubliches geleistet", betonte Kuhn, der wie im Vorjahr nicht nur den Sieg in der Klasse V6 (bis 3500 ccm) feierte, sondern auch mit Gesamtrang 31 bester Produktionswagen im Feld der 156 Starter war. Die Teamkollegen des Radevormwalders waren im Black Falcon-Porsche 911 Carrera Aurel Schoeller (Bornheim), Philip Dries (Niederlande) und der Spanier Miquel Boquoi Toril. "Wir sind taktisch gut gefahren, hatten keinerlei Unfälle oder Kollisionen und natürlich das nötige Quäntchen Glück bei der Reifenwahl." Kurz vor der Rennhälfte hatte das Black Falcon-Team die Führung in der Klasse übernommen und bis zum Ziel auf 7:14 Minuten ausgebaut.

Ähnlich lief es für den Wermelskirchener Niklas Steinhaus bei den Produktionswagen bis 2500 ccm (Klasse V4). Zusammen mit Christopher Rink (Frankfurt), Gabriele Piana (Meuspath) und Danny Brink (Kühlsheim) teilte sich der 28-Jährige die Lenkradarbeit im Adrenalin Motorsport-BMW 325i. Das Quartett lieferte sich ein packendes Duell mit dem AutoArenA-Mercedes C230. Bis zur Rennhälfte wechselte permanent die Führung, ehe sich die BMW-Mannschaft allmählich absetzen konnte. Bis zum Ziel wuchs der Vorsprung auf rund sechs Minuten an. "Wir sind von Anfang an sehr materialschonend gefahren. Somit konnten wir einen Wechsel von Bremsbelägen und -scheiben im Gegensatz zum Mercedes sparen. Der Rest lief perfekt", sagte Steinhaus, für den dieser Sieg seinen bislang größten Erfolg bedeutet.

Nach einer bislang völlig verkorksten Saison in der Langstreckenmeisterschaft trumpfte das Wochenspiegel-Team-Manthey dieses Mal groß auf. Die vier Gentleman-Driver Mike Stursberg (Wermelskirchen), Jochen Krumbach (Eschweiler), Oliver Kainz (Mayen) und Fahrzeugbesitzer Georg Weiss (Monschau) fuhren mit dem Porsche 911 GT3-R auf den 13. Gesamtrang und waren somit bestes Nicht-Werks-Team. "Wir sind super happy, mehr konnten wir in diesem hochkarätigen Feld auch nicht erreichen", freute sich der 45-Jährige. "Wir hatten nicht das geringste Problem und haben uns taktisch klug aus wilden Kämpfen herausgehalten."

Quelle: RP
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