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Behinsport
Lenatz ist Aquathlon-Europameister

Behinsport: Lenatz ist Aquathlon-Europameister
Schnell unterwegs auf der Rheinpromenade: Benjamin Lenatz in seinem Renn-Rollstuhl. FOTO: privat
Remscheid. Der Radevormwalder Benjamin Lenatz war in Köln gleich zweimal im Einsatz. Beim Triathlon belegt er den achten Platz. Von Michael In't Zandt

Nicht nur Arnd Bader, der in AK45 Siebter wurde, und Hans Heinz Schumacher, der den zweiten Platz in der AK60 belegte, vertraten die Region bei der Aquathlon-Europameisterschaft im Kölner Rheinauhafen. Dort war auch Benjamin Lenatz im Einsatz. Der Behindertensportler vom TriTeam Radevormwald, der sich vor einigen Wochen in Viernheim den Deutschen Meistertitel im Para-Triathlon über die Supersprint-Distanz (300 Meter Schwimmen, zehn Kilometer Handbiken, vier Kilometer Renn-Rollstuhlfahren) gesichert hatte, feierte in der Domstadt den nächsten Erfolg. Seit Samstag ist er Europameister im Aquathlon.

Aufgrund der niedrigen Wassertemperatur hatten sich die Veranstalter und die europäische Triathlonunion für die "Kaltwasser-Variante" entschieden, bei der zunächst einen Kilometer geschwommen werden musste und dann ein Fünf-Kilometerlauf anstand. Diese Strecke absolvierte Lenatz im Rennrollstuhl. "Der Wettkampf hat gezeigt, woran ich noch arbeiten muss bis Hamburg, aber ich bin zufrieden", sagte Lenatz, der die EM als Vorbereitungswettkampf für die anstehenden Deutschen Meisterschaften im Sprint in Hamburg am 18. Juli nutzte. "Ich möchte mich ganz herzlich bei Marc Rosenbach vom Sportshop-Triathlon Team und meiner Freundin Frauke Seidel bedanken", fügte der Radevormwalder an, denn ohne die Hilfe zum Beispiel bei Treppenstufen auf dem Weg vom Wasser zum Rennrollstuhl und in der Wechselzone, könne er diese Wettkämpfe nicht bestreiten.

Um das Wettkampfwochenende perfekt zu machen, startete Lenatz einen Tag nach dem Gewinn des EM-Titels noch beim Triathlon. "Das Schwimmen fühlte sich gut an. Auf dem Handbike habe ich die Belastung vom Vortag zu spüren bekommen, auf dem Rennrolli konnte ich noch einmal Gas geben", schilderte Lenatz, der am Ende einen tollen achten Platz in der Altersklasse 30 belegte.

Eine Pause gönnt sich Lenatz, der aufgrund eines Unfalls seit zwölf Jahren im Rollstuhl sitzt, nach dem Wochenende aber nicht. Schon gestern stieg der erfolgreiche Para-Triathlet, der immer auf der Suche nach einer Herausforderung ist, wieder ins Training ein und bereitet sich weiter auf die Deutsche Meisterschaft in Hamburg vor. Zudem hofft er auf weitere Startplätze in Edmonton und Chicago. Dort möchte er wichtige Punkte für die Weltrangliste und die Qualifikation für die Paralympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016 sichern.

Quelle: RP
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