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Volleyball
Nachwuchssorgen bei den Ü50-Herren des Remscheider TV

Volleyball: Nachwuchssorgen bei den Ü50-Herren des Remscheider TV
Fit und voller Tatendrang: Die Volleyball-Oldies des Remscheider TV. FOTO: Hertgen
Remscheid. Einmal pro Woche trifft sich beim RTV eine illustre Runde zum Volleyballtraining. Neuzugänge sind immer willkommen. Von Gerhard Pick

Der Jüngste ist 57 Jahre alt, der Älteste bereits 85. Kaum zu glauben, wenn man die elf Herren beim Training in der großen Halle des Remscheider TV beobachtet. Locker laufen sie ihre Aufwärmrunden, wie es Trainer Wolfgang Görtz gefordert hat. Erst bei den anschließenden Übungen, die zum Breitensport-Trainingsprogramm gehören, nimmt sich einer eine kurze Verschnaufpause, um sich einen Schluck Wasser zu gönnen.

Eine dreiviertel Stunde hält Wolfgang Görtz seine Männer von der Volleyball-Herrengruppe 50+ mit einem umfangreichen Programm in Bewegung: zuerst mit Dehn- und Streckübungen, Koordinations- und Gleichgewichts-Übungen sowie Hanteltraining, am Ende auch mit Volleybällen. "Das ist schon Kraftsport", kommentiert Otmar das Geschehen. Eine Verletzung hindert ihn daran, am Training teilzunehmen. Er unterhält sich angeregt mit einem anderen, den ebenfalls ein Zipperlein für ein paar Tage am Mitmachen hindert. Typisch für die Situation der Volleyballer.

"Eigentlich sind es 21, doch im Moment kriegen wir gerade zehn zusammen", bedauert Wolfgang Görtz. Womit er die jeweils Aktiven meint, denn auch wer gerade nicht mit trainieren kann, lässt sich in der Halle blicken. "Die soziale Komponente ist mit dem Sport gleichwertig", begründet Görtz den Zusammenhalt der Gruppe, die sich hier zusammengefunden hat. Aus dem ganzen Bergischen Land kommen die Mitglieder, aus allen möglichen Berufen, und sie haben zuvor sportlich vom Kegeln bis zum Handball alles Mögliche gemacht. Geblieben ist der sportliche Ehrgeiz, was sich zeigt, als sie nach der Gymnastik zum Volleyball wechseln und in zwei Mannschaften gegeneinander spielen. Jetzt zeigen die Ex-Handballer, dass sie noch bestens mit dem Ball umgehen können, obwohl nun vieles anders ist. Statt Sprung- und Fallwurf gibt es nun das Baggern und Pritschen. Volleyball eben, bei dem auch für die Senioren die "normalen" Regeln gelten, ausgenommen die Zahl der Ballkontakte.

Schade nur, dass nur ein Team vollzählig ist, das zweite dagegen mit fünf Spielern auskommen muss. Zu mehr reicht es an diesem Abend nicht. Wie so oft. "Wir brauchen noch Verstärkung", sagt Trainer Görtz, "Einsteiger, Aussteiger oder Herren, die am Donnerstagabend den lieb gewonnenen Einkaufsbummel gegen einen sportlichen Abend beim RTV tauschen wollen, sind willkommen."

Quelle: RP
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