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Rollhockey
Peinke schießt die IGR ins Halbfinale und bittet um Bedenkzeit

Rollhockey: Peinke schießt die IGR ins Halbfinale und bittet um Bedenkzeit
Strahlemann: IGR-Kapítän Yannick Peinke bejubelt mit Daniel Strieder, der ebenfalls stark spielte, einen seiner sechs Treffer. FOTO: Moll (2)
Remscheid. Rollhockey: Im Viertelfinale des DRIV-Pokals schlagen die Remscheider Walsum mit 8:5. Ob der IGR-Kapitän auch in der kommenden Saison für den Klub aufläuft, entscheidet sich erst in der kommenden Woche. Von Michael In't Zandt

Es war ein rauschendes Fest, das Rollhockey-Bundesligist IGR Remscheid am Samstag in der Sporthalle Hackenberg feierte. Durch einen 8:5 (1:1)-Erfolg gegen die RESG Walsum zogen die Remscheider in das Halbfinale des DRIV-Pokals ein und dürfen sich nun berechtigte Hoffnungen auf den Einzug ins Finale machen - was gleichbedeutend mit Sprung auf die internationale Bühne wäre.

Vielleicht war das auch der Grund für Yannick Peinke, noch einmal in sich zu gehen. Denn eigentlich wollte der IGR-Kapitän nach der Partie gegen Walsum mitteilen, ob er in Remscheid bleibt oder den Verein (in Richtung Iserlohn?) verlässt. "Wir haben uns darauf geeignet, dass er noch eine Woche Bedenkzeit bekommt", erklärte Marcell Wienberg, Trainer und Sportlicher Leiter der IGR in Personalunion.

Freude auch bei Trainer Marcell Wienberg, der den Erfolg mit Carl-Heinz Federowsky feiert. FOTO: Moll, Jürgen (jumo)

Die Pokalpartie gegen Walsum hatte es jedenfalls in sich. Im ersten Durchgang ging die Taktik von Wienberg auf. Die Defensive agierte stark, und Torhüter Moritz Kreidewolf hielt - wie sein Trainer gehofft hatte - den einen oder anderen "Unhaltbaren". So blieben die ersten 25 Minuten torarm. Den Führungstreffer von Daniel Strieder (11.) glich Xavier Berruezo aus (20.).

Nach dem Seitenwechsel agierten die Gäste aus Walsum stärker, führten nach den Treffern von Nuno Rilhas und Berruezo mit 3:1 (30.) und schienen das Heft des Handels endgültig in die Hand zu nehmen. "Selbst da hatte ich keine Befürchtungen", sagte Wienberg, der fest an sein Team glaubte. Bereits zwei Minuten später sorgte ein abgefälschter Schuss von Max Richter für das 2:3.

"Das war für uns die Initialzündung", meinte Peinke, der dann der Partie seinen Stempel aufdrückte: Sechsmal sollte er Nationalkeeper Tobias Wahlen noch überwinden. Sein erster Treffer bedeutete das 3:3 (34.) und zugleich den Startschuss für einen rassigen Pokalfight. Es ging Schlag auf Schlag: Walsum legte durch Berruezo vor (36.), Peinke, der extra für diese Partie aus Frankreich eingeflogen worden war, stellte innerhalb von vier Minuten das Ergebnis auf 6:4 (40.) für die Gastgeber. Christopher Berg verkürzte auf 5:6 (41.), dann sorgte Peinke nach Zuspiel von Strieder erneut für eine Zwei-Tore-Führung (43.).

Walsum gab sich aber noch lange nicht geschlagen und belagerte förmlich das Remscheider Tor. Mit viel Glück, Geschick und einem starken Kreidewolf im Kasten hielten sie dem Druck stand. 50 Sekunden vor dem Ende fiel dann die Entscheidung, als Peinke nach einem Solo von Strieder richtig stand und die Hartgummikugel zum 8:5 einschob. "Das haben die Jungs gut gemacht", fasste Wienberg zusammen, der von einem Sieg des Willens sprach: "Die Jungs haben sich einfach nicht unterkriegen lassen."

Quelle: RP
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