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Handball
Praxisorientierte Testphase beim Piraten-Cup

Remscheid. Handball: Der Leichlinger TV richtet am Wochenende sein Turnier aus. Mit dabei sind die Bergischen Panther. Von Henning Schlüter

Marcel Mutz, Trainer des Handball-Regionalligisten Bergische Panther, ist sich mit Bob Hanning einig. "Das wird den Handball verändern", sagte DHB-Vizepräsident Hanning zur neuen Regelung, wonach ein siebter Feldspieler im Handball nicht mehr mit einem andersfarbigen Trikot oder Leibchen als Torwart gekennzeichnet sein muss. Er darf dann allerdings auch nicht mehr die Aufgaben des Torwarts erfüllen und den Sechs-Meter-Raum betreten - sonst gibt es einen Strafwurf. Und Mutz glaubt auch: "Daran müssen sich alle Mannschaften erst noch so richtig gewöhnen."

Gelegenheit für praxisorientierte Übungseinheiten auch zu diesem Komplex gibt es am Wochenende in Leichlingen. Dort richtet Drittligist Leichlinger TV den inzwischen "14. Intersport Hummel Pirates-Cup" aus, der gestern Abend begann und am Sonntag gegen 16.25 Uhr mit dem Finale endet. Das Teilnehmerfeld ist wieder prominent: Neben den Gastgebern und den Panthern spielen in der Vorrunde in Gruppe 1 Mettmann-Sport (Oberliga) und der Pulheimer SC (Regionalliga). In Gruppe 2 treten die SG Ratingen (3. Liga), VfL Gladbeck (Oberliga), TuS Ferndorf (2. Bundesliga) und TuS Opladen (Regionalliga) an.

"Wir freuen uns alle auf das Turnier", sagt Marcel Mutz, dessen Schützlinge seit der vergangenen Woche die zweite Vorbereitungsphase absolvieren. "Jetzt geht es darum, endlich wieder mehr mit dem Ball zu arbeiten und die Neuzugänge weiter zu integrieren."

Bei der Einbindung der Neuen, findet Mutz, gibt es noch Luft nach oben: "Aber das ist zum jetzigen Zeitpunkt normal." Allerdings sparte Mutz nicht mit Lob für das frische Blut im Panther-Trikot: "Christoph Hindrichs macht in der Rückraum-Mitte schon einen guten Job, Philipp Hinkelmann ist ein echter Shooter und ergänzt sich prima mit Alex Zapf." Nur Matthias Aschenbroich kam wegen des späten Saisonendes in der Zweiten Bundesliga und einer leichten Verletzung bisher noch nicht wie geplant zum Einsatz.

Beim Turnier in Leichlingen kann Marcel Mutz sämtliche Spieler um sich scharen. Auch den leicht angeschlagenen Simon Wolter und den zuletzt kränkelnden Justus Ueberholz. Ob auch alle eingesetzt werden (Aschenbroich) ließ der Trainer gestern noch offen. Keinen Zweifel ließ er indes daran, "eine möglichst gute Rolle beim Turnier spielen zu wollen", auch wenn für ihn die nackten Resultate "diesmal eher zweitrangig" seien.

Vielmehr will Mutz "auf eine stabile Abwehr" achten und Taktisches in den Vordergrund stellen. Dazu zählt eben auch die Neuerung mit dem siebten Feldspieler, die inzwischen von nahezu allen Mannschaften geprobt wird. "Das ist ein taktisches Mittel, das man beherrschen muss", sagt Mutz, der sich aber noch nicht endgültig entschieden hat, ob er diese Form des Handballspiels auch in sein Herz schließen wird: "Da sind meine Gefühle im Moment noch ein bisschen zwiespältig. Im Training gefällt es mir manchmal ganz gut, im Test in Neuss hat es gar nicht geklappt."

Quelle: RP
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