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Leichtathletik
Rekordfeld beim 7. Osterlauf

Leichtathletik: Rekordfeld beim 7. Osterlauf
Am Anfang waren mit Bulbul Hussain (Nr. 57) und Ousmane Barry (285) zwei Aktive von der Flüchtlingsinitiative "Willkommen in Wermelskirchen" vorne. Am Ende zeigte Daniel Schmidt, dass er zurecht die Startnummer eins trägt und holte sich überlegen den Sieg. FOTO: Moll
Remscheid. 382 Starter in Lennep. Daniel Schmidt gewinnt bei den Männern, Katharina Aßbeck bei den Damen. Von Lisa Meyer

Petrus ist kein "Röntgenlüöper": Der Osterlauf des TV Frisch Auf Lennep führte auch in diesem Jahr durch Matsch und tiefe Pfützen und wurde auch noch mit Sturmböen garniert. "Der Remscheider Wettergott sitzt vermutlich gemütlich in seinem Büro", mutmaßte der FA-Vorsitzende Rolf New. Trotz des miesen Wetters war er mit der Resonanz mehr als zufrieden: Die siebte Auflage des Osterlaufs zählte insgesamt 382 Teilnehmer - so viele wie noch nie zuvor. "Mit ein paar Grad mehr hätten wir die 400-er Marke knacken können", sagte New.

Besonders beliebt bleibt der Hauptlauf über zwölf Kilometer durch das Feldbachtal. Unter den fast 200 Startern waren in diesem Jahr neben den alt bekannten Gesichtern, wie Seriensieger Daniel Schmidt, der zum siebten Mal gewann, auch ein paar Neulinge. Lutz und Anja Balschuweit von der christlichen Initiative "Willkommen in Wermelskirchen" hatten die Teilnahme von vier Flüchtlingen aus Bangladesch und Pakistan organisiert. Mittlerweile ist es eine feste Gruppe aus rund sieben Flüchtlingen, die Lutz Balschuweit auf seiner morgendlichen Laufrunde begleiten. "Der ist verrückt", lacht Rahul Sharakar aus Bangladesch. Sharakar ist vor 17 Monaten nach Deutschland gekommen. Nun lebt er in Wermelskirchen in einer eigenen Wohnung. Der Pakistani Masood Akhtar lebt erst seit einem halben Jahr in Deutschland, der Osterlauf war sein erster Wettkampf. "Ich bin sehr nervös", sagte er kurz vor dem Startschuss.

Schnellste Frau beim Osterlauf: Katharina Aßbeck, die für das Remscheider TriForce Vital-Team startet. FOTO: Moll

Nervös war Daniel Schmidt (TuRa Remscheid-Süd) trotz einer Erkältung nicht. Er siegt souverän in 42:17 Minuten und war damit rund 30 Sekunden schneller als im vergangenen Jahr. "Ich bin jetzt 30 Jahre. Eigentlich müsste ich ja gar nicht mehr so schnell laufen", sagte Schmidt mit einem Augenzwinkern. Sein Fokus liegt jetzt auf der Halbmarathon-DM, die in knapp drei Wochen in Bad Liebenzell im Schwarzwald stattfindet. "Mein Ziel ist es, mindestens unter die ersten 15 zu kommen", sagte der Lokalmatador. Hinter Schmidt landeten Michael Schmitz von Tri Force Vital Remscheid in 46:51 Minuten und Andreas Joswig von den "Schwelmer Jungs" in 47:32 Minuten auf den Plätzen.

Schnellste Frau war die Vorjahreszweite Katharina Aßbeck (TriForce-Vital Remscheid; 52:55 min). "Am Ende wurden die Beine schwer. Das lag vielleicht daran, dass wir das schöne Wetter am Samstag für eine Radtour durch Hückeswagen genutzt haben", schmunzelte Aßbeck. Ihr nächstes Ziel ist der Ironman auf Mallorca. "Letztes Jahr hatte ich eine Reifenpanne, die mich ziemlich viel Zeit gekostet hat. Dieses Jahr soll dann alles glatt laufen", verriet Aßbeck.

Auf der 6,5 Kilometer-Runde gab es in diesem Jahr ein kleines "Ostergeschenk". Aufgrund der Streckenänderung war die Runde 15 Meter kürzer. Die Resonanz der Läufer war positiv. "Die Strecke hoch bis zur Panzertalsperre war anspruchsvoller als die Bachtalrunde", fand der Zweitplazierte Mirco Hohmann (LG Mönchengladbach). Er muss sich nur Erwout Hilferink von dem Tri-Club Wuppertal geschlagen geben. Schnellste Frau bleibt Sina Böhne vom Remscheider SV. "Ich hatte die letzten drei Wochen mit einer starken Erkältung zu kämpfen", sagte sie vor dem Start. Den "Trainingslauf" absolviert die Remscheiderin allerdings in einer starken Zeit von 27:15 Minuten.

Alle Ergebnisse im Internet unter www.osterlauf.frischauf-lennep.de

Quelle: RP
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