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Motorsport
Remscheid, Dresden, Afrika

Motorsport: Remscheid, Dresden, Afrika
Bereit für das große Abenteuer: Ken Feuring (li.) und Christoph Zeleny verbinden FOTO: NN
Remscheid. Ken Feuring und Christoph Zeleny sind Motorsportfans. Ab dem 26. Februar stellen sich die beiden Remscheider einer besonderen Herausforderung. Mit einem 20 Jahre alten Opel Astra nehmen sie an der Rallye Dresden-Dakar-Banjul teil. Von Lars Faßbender

Abenteuerlust, sportlichen Ehrgeiz und soziales Engagement - das alles verbinden Ken Feuring und Christoph Zeleny in ihrem bevorstehenden Urlaub. Die Remscheider nehmen an der diesjährigen Jubiläumstour der Dresden-Dakar-Banjul-Rallye teil. Mit dem Teamnamen "Supported-Afri-Car" geht es für die beiden Motorsportfans, die sich seit Ende Juli vorigen Jahres in den Planungen befinden, zunächst nach Dresden, wo sie sich am 26. Februar mit anderen Fahrern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz treffen. Einen Tag später macht sich der Tross von der berühmten Semper Oper in Dresden aus auf die etwa 7000 Kilometer lange Strecke mit dem Ziel Banjul in Gambia.

"Vor genau zehn Jahren habe ich eine Reportage über diese Tour gesehen. Seitdem war ich davon fasziniert", sagt Zeleny. Mit einem Augenzwinkern nennt der 31-Jährige auch direkt einen Grund für die Teilnahme in diesem Jahr: "Ich habe mir vorgenommen, das Rauchen aufzuhören. Als mir das gelang, wurde das Geld gespart. Und jetzt kann es losgehen." Auch der zwei Jahre jüngere Feuring war direkt Feuer und Flamme für die Idee: "So tolle Länder zu bereisen, etwas Außergewöhnliches zu tun und dabei noch Menschen zu helfen, das passt einfach." Die Hauptstadt des westafrikanischen Staates Gambia soll nach knapp vier Wochen erreicht werden. Vorher führen die beiden Remscheider ihr Auto durch Frankreich, Spanien, Marokko, West Sahara, Mauretanien und dem Senegal. Besonders vor den klimatischen Unterschieden haben beide Respekt: "Dazu sind wir auf die unterschiedliche Infrastruktur besonders in der Wüste gespannt."

Ein Opel Astra Baujahr 1995 wird für Feuring und Zeleny für vier Wochen Begleiter und Wohnraum sein. "Das Auto durfte maximal tausend Euro kosten, muss mindestens 80 km/h schnell sein und 7500 Kilometer durchhalten", nennt Zeleny die Regelvorgaben der Veranstalter. Für die Rallye wurde das Fahrzeug mit einigen Sonderausstattungen versehen, darunter auch ein Dach-Gepäckträger für Ersatzreifen und Sprit. "Auf der gesamten Rallye bekommen wir bei größeren Problemen technischen Support", erklärt Feuring, der für die Ausstattung im Innenraum des Astras zuständig war.

Nach dem Erreichen Banjuls werden alle Fahrzeuge dort am 21. März versteigert und der Erlös der Auktion an karitative Einrichtungen gespendet. "Zurück geht es dann mit dem Flugzeug", berichten die beiden Rallyefahrer, die neben ihrem Auto noch ganz viele weitere Überraschungen und Spenden mit sich führen werden: "Stifte, Spielzeuge, Kleidung; wir freuen uns, wenn wir diese Dinge an Menschen überreichen können, die es gebrauchen können."

Um diese Reise möglich zu machen, bedurfte es einiger Sponsoren. Diese und weitere Interessierte laden die beiden Freunde am 23. Januar (17 Uhr, Küppelsteinerstraße 11) ein. "Wir werden das Auto und das Projekt vorstellen. Weitere Spenden nehmen wir natürlich gerne an", erklären die beiden Abenteurer.

Mehr Infos zur Veranstaltung gibt es im Internet unter www.rallye-dresden-dakar-banjul.com

Quelle: RP
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