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Schwimmen
Ries schwimmt neuen Europarekord

Schwimmen: Ries schwimmt neuen Europarekord
Unterwasserstudie: Hannes Schürmann verpasste auf der 800m Freistil-Strecke nur hauchdünn eine neue Weltbestleistung. FOTO: Hertgen
Remscheid. Schwimmen: Starke Resultate beim Kurzbahn-Cup. Hannes Schürmann verpasst Weltrekord um drei Hundertstel. Von Gerhard Pick

Die Erfolgsgeschichte des Kurzbahn-Cups im Remscheider Sportpark wurde in diesem Jahr weitergeschrieben. Inzwischen fand der integrative Schwimmwettkampf des Behinderten- und Rehabilitation-Sportverbandes Nordrhein-Westfalen zum neunten Mal statt und hat im Laufe der Jahre nichts von seiner Attraktivität eingebüßt. Das zeigte nicht zuletzt das Meldeergebnis: Mit 1315 Meldungen von 315 Aktiven aus 28 Vereinen erreichten die Organisatoren einen neuen Melderekord.

Kam extra aus Gran Canaria: Antonio Daniel Müller (Mitte), hier mit den beiden Remscheider Hannes Schürmann und Anna Krzyzaniak. FOTO: Hertgen, Nico (hn-)

Wie in der Vergangenheit purzelten auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Rekorde. Insgesamt wurden sieben neue deutsche Bestleistungen geschwommen. Zudem stellte Katharina Ries (SG Bayer) über 100m Brust (Startklasse S14, 2:22,54 Minuten) einen neuen Europarekord auf. Allein drei deutsche Rekorde schwamm Alina Mühlenjost (SG Hamm). Sie hatte nach eigenem Bekunden "den Schwung von der WM in Glasgow ins schnelle Wasser von Remscheid mitgenommen".

Auf Kurs waren auch die Lokalmatadoren Hannes Schürmann (SG Bayer) und Anna Krzyzaniak von der SG Remscheid. Schürmann schwamm über 800 Meter Freistil (10,37,60 min) lediglich um drei Hundertstelsekunden am eigenen Weltrekord vorbei, zählte aber einige Siege in der Offenen Klasse und erfüllte damit alle Erwartungen. Ebenso wie Krzyzaniak, die auf der Kurzbahn fünf neue Bestzeiten schwamm und auch bei ihren Debüts über 200 Meter Lagen (3:19,00 min, 1. der D-Jugend, 11. der Offene Klasse) und über 800 Meter Freistil (14:00,63 min, 4. der D-Jugend, 46. der Offene Klasse) einen sehr guten Eindruck hinterließ. Über 400m Freistil gelang ihr zudem das Kunststück, ihre bisherige Bestzeit um 41 Sekunden (!) auf 6:32 Minuten zu verbessern.

Die Erwartungen erfüllte auch Sebastian Iwanow von der SG Bayer. Der Bronzemedaillen-Gewinner der Weltmeisterschaft in Glasgow siegte über 50 Meter Rücken in 40,55 Sekunden und schwamm über 200 Meter Freistil in 2:45,97 Minuten auf den fünften Platz.

Bei so starker Konkurrenz hatte es Newcomer Antonio Daniel Müller natürlich schwer. Der auf Gran Canaria lebende Deutsche aus Köln hatte sich im Internet informiert und war auf diese Weise nach Remscheid gekommen. Er hatte damit die weiteste Anreise aller Starter und sorgte sogar für internationales Flair beim Wettkampf.

"Das waren hervorragende Wettkämpfe", zog Mitorganisator Stefan Schürmann gestern ein positives Fazit. Dafür hatte er gerne seinen Geburtstag geopfert - am Samstag wurde er 52 Jahre.

Quelle: RP
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