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Tennis
Rot-Weiß mit Oranje nach ganz boven?

Remscheid. An prominente Namen haben wir uns längst gewöhnt, wenn die Herren 40 des SC Rot-Weiß Remscheid auf den Filzball eindreschen. Mal auf der einen, mal auf der anderen Seite des Netzes. Von Henning Schlüter

Beim Start in die Saison der Tennis-Regionalliga (Sonntag, 11 Uhr, Hägener Straße) ist diesmal möglicherweise sogar ein ehemaliger Bundestrainer zu bestaunen: Carsten Arries, einst Nachfolger von Patrick Kühnen als Davis-Cup-Teamchef und eben auch DTB-Bundestrainer, wird jedenfalls an Nummer eins beim Gast und Aufsteiger Kölner THC Stadion RW geführt.

Das Team aus der Domstadt hat indes nicht nur einen gewöhnungsbedürftigen Namen, es ist auch sonst eine Wundertüte. "Wir gehen im Moment nicht davon aus, dass der Gegner alle Spitzenspieler mitbringt", sagt Remscheids Kapitän Bernd Königsmann. Schuld ist wohl der Sonntag, auf den die Begegnung verlegt wurde, weil bei den Gastgebern Frank Potthoff, Christian Schäffkes und der Niederländer Bart Beks noch bei der Senioren-WM in Umak um Edelmetall spielten.

Zumindest Schäffkes und Potthoff sind am Sonntag als Spieler ebenso eingeplant wie Karsten Braasch, Udo Zirden, Dr. Henner Blase und Frank Piesker. "Wir sollten auch ohne Bart Beks, Dick Norman oder Neuzugang Sjeng Schalken in der Lage sein, Köln zu bezwingen", sagt Königsmann.

Mit Schalken, der mindestens zweimal eingesetzt werden muss, hoffen die Remscheider, in diesem Jahr den großen Rivalen TC Gürzenich-Wald vom Titel-Thron stoßen zu können. "Sjeng ist natürlich eine Rakete", sagt Königsmann über den 1,93m großen Niederländer, der mal Elfter der ATP-Rangliste im Einzel war und 15 Profi-Turniere gewann. Aber das Unternehmen "Oranje boven" wird in homöopatischen Dosen angegangen. Königsmann: "Sjeng wird zu Hause gegen Gürzenich und wahrscheinlich gegen Dortmund spielen."

Tut der Niederländer mit seinem Nebenleuten, wofür er verpflichtet wurde, dann winkt Rot-Weiß der Titel und damit der ganz große Wurf. Denn dann wäre Remscheid Austragungsort der DM-Endrunde. "Das wäre für uns ein unglaublicher logistischer Kraftakt, aber auch ein Traum", schwärmt Königsmann.

Quelle: RP
 
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