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Leichtathletik
Ruhestörer von Amts wegen

Leichtathletik: Ruhestörer von Amts wegen
Sport und Spaß: Der Röntgenlauf lockte auch in diesem Jahr wieder viele Hobby-Läufer an. FOTO: Hertgen
Remscheid. Die Jubiläumsveranstaltung sorgt für viele zufriedene Gesichter. Nur Falschparker bereiten kurzzeitig Probleme. Von Michael In't Zandt, Jan Dobrick und Henning Schlüter

Jeder Röntgenlauf hat seine Besonderheiten. So war es auch bei der 15. Auflage des Laufspektakels, das am vorigen Sonntag über die Bühne ging. Knapp 4000 Starter, beste äußerliche Bedingungen, zufriedene große und kleine Sportler, eine reibungslose Organisation und viele Zuschauer an der Strecke - das waren die Zutaten für eine rundum gelungene Veranstaltung. "Ich bin sehr zufrieden, auch wenn es durch den 100-Kilometer-Lauf anstrengender war", lautete das kurze und knappe Fazit von Mit-Organisator Bernd Fiedler, der erstmals nicht in seiner Eigenschaft als Sportamtsleiter mit von der Partie war.

Siegerpose: Elvin Celic FOTO: Hertgen

Doch nicht nur aus organisatorischer Sicht war er zufrieden, sondern auch aus sportlicher. Denn der 61-Jährige lief den Ultra, auf den er im vorigen Jahr verzichten musste. Für die 63,3 Kilometer lange Strecke benötigte er 6.25:30 Stunden. Er hätte durchaus schneller unterwegs sein können, "aber ich habe unterwegs natürlich einige Schwätzchen gehalten", sagte Fiedler, der am Ende Platz 41 in der Gesamtwertung und Rang drei in seiner Altersklasse belegte.

Zufrieden mit seinem sportlichen Abschneiden war auch Mirco Hohmann, der gleich zwei Läufe hintereinander absolvierte. Der 19-jährige Remscheider ging zunächst über die Fünf-Kilometer-Distanz an den Start und gewann den Lauf mit einer Zeit von 19:23 Minuten. 25 Minuten später war er auf der doppelten Distanz unterwegs, erreichte nach 40:16 Minuten das Ziel und wurde Dritter.

Doppelt zufrieden: Mit-Organisator Bernd Fiedler, der erfolgreich seinen Utra nachholte. FOTO: Hertgen

Muskelkater in den Armen drohte Elvin Celic zu bekommen. Der Achtjährige hatte seinen Crosslauf über 800 Meter gewonnen und posierte danach vor dem Zieleinlauf mit Lauf- und Stadtmeister-Trophäe für diverse Fotos. Das war anstrengend, und als alles vorbei schien, kam auch noch die Presse . Elvin, ansonsten Fußballer der SG Hackenberg, ertrug es mit Gleichmut.

Nachtruhe muss sein - gerade vor großen Aufgaben. Aus diesem Grund verteilten die Organisatoren die zur Übernachtung angereisten Teilnehmer grüppchenweise: Die 100-Kilometer-Läufer schliefen gemeinsam in der Hilda-Heinemann-Schule, alle anderen in der Halle Am Stadion. Damit drohte den "Kurzstrecklern" von den "Hunderter" keine nächtliche Ruhestörung. Die "Langstreckler" starteten ja bekanntlich mitten in der Nacht.

Früh war die Nachtruhe allerdings für die Bewohner eines Wohnhauses in der Kölner Straße 15 vorbei. Sie wurden vom Ordnungsamt am Sonntagmorgen um 6.30 Uhr aus dem Bett geklingelt. Ein Anwohner hatte seinen Pkw in der Lenneper Altstadt geparkt - verbotenerweise. Das Ordnungsamt konnte dem Auto das Wohnhaus zuordnen, jedoch nicht die Wohnung - und klingelte Sturm, statt den Wagen abschleppen zu lassen. Der Falschparker durfte sich glücklich schätzen, seine Nachbarn nicht.

Überhaupt machten einige Falschparker den Organisatoren zu schaffen. Auf der Schwelmer Straße musste sogar ein Lkw abgeschleppt werden. Was angesichts der Größe des Vehikels viel Zeit und technischen Sachverstand brauchte. Kurzzeitig drohte sogar der für 8.30 Uhr vorgesehene Startschuss in Hackenberg für Halbmarathon, Marathon oder Ultra-Lauf zu kippen. Am Ende startete auch die 15. Auflage des Röntgenlaufs aber dennoch pünktlich und sorgte erneut für besondere Erlebnisse.

Quelle: RP
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