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Handball
Schnellhardt verlässt während der Partie die Bank

Remscheid. Damenhandball: HSG verliert nach ganz schwacher erster Hälfte. Panther entscheiden Derby erneut klar für sich. Von Lars Faßbender, Lars Hepp und Frank Lorenzet

Oberliga: HSG Radevormwald/Herbeck - SV Straelen 21:26 (7:16) - Die HSG kämpfte im zweiten Durchgang zwar aufopferungsvoll, hatte aber aufgrund der verschlafenen ersten Halbzeit keine Chance mehr auf den Sieg. Bis zur 21. Minute waren die Bergstädterinnen in Schlagdistanz (4:7), ehe die Gäste jeden Fehler konsequent mit einem Tempogegenstoß bestraften und innerhalb von vier Minuten auf 13:5 wegzogen. HSG-Trainer Daniel Schnellhardt schien offenkundig nicht mit der Leistung seines Teams zufrieden zu sein, was er mit dem verlassen des Halleninnenraums zum Ausdruck brachte. Auch eine Auszeit betreute der Coach nicht mehr. Nach dem Seitenwechsel war Schnellhardt zwar wieder auf der Bank, das Coaching übernahm aber Co-Trainer Christian Haupt. "Ich war durch eine Grippe geschwächt", nannte Schnellhardt als Grund für seine sehr bemerkenswerte Aktion.

HSG-Tore: Mattyssek (9/1), Brcvak, Liedtke, Hartgenstein (je 2), Winkel, Bersau, Tondar, Pilgram, Carlucci, Intfeld (je 1).

Verbandsliga: Bergische Panther - TuS Wermelskirchen 32:24 (19:15) - Wie schon im Hinspiel schafften die Panther die Überraschung und schlugen den Tabellenzweiten aus Wermelskirchen erneut deutlich. Die Gastgeberinnen dominierten die Partie, gerieten nie in Rückstand und waren dem Gegner vor allem läuferisch überlegen. Die Fehlerquote blieb zudem ungewohnt niedrig, so dass es im Angriff ausgezeichnet lief. In der Anfangsphase erzielte Louisa Boll fast alle Treffer, am Ende wurden für sie 16 Tore notiert. Auf die gleiche Anzahl kam allerdings auch die Wermelskirchenerin Annika Grugel. Auf der halbrechten Rückraumposition war sie von der Panther-Abwehr in der ersten Halbzeit nicht zu stoppen. So blieb der Gast zumindest in Reichweite. Nach der Pause hatten die Gastgeberinnen ihre beste Phase und zogen bis auf 23:16 davon. Angesichts des komfortablen Vorsprungs agierten die Panther etwas nachlässiger und hatten deshalb doch noch einmal eine kritische Phase zu überstehen. Der TuS kam auf 23:27 (51.) heran und hatte nach zwei Zeitstrafen gegen die Panther doppelte Überzahl. Doch statt den Rückstand weiter zu verkürzen, kassierten sie zwei Treffer. Das war die Entscheidung. "Wir haben uns ihr Spiel aufzwingen lassen und sind einem permanenten Rückstand hinterhergelaufen", meinte TuS-Trainerin Steffi Osenberg. Außer von Grugel kam aber aus dem TuS-Rückraum insgesamt viel zu wenig, um ernsthaft für einen Sieg infrage zu kommen.

Panther-Tore: Boll (16/6), Rudberg (8), Kittelmann (2), Witt (2), A. Pleitner, van Nooy, Wolter, Rückels (je 1). TuS-Tore: Grugel (16/7), Jedamzik, Baumgart, Dedek-Eigenwillig (je 2), Maier (1), Fuchs (1/1).

Landesliga: Lüttringhausener TV - SV Heißen 18:29 (8:14) - Innerhalb von sieben Tagen musste der LTV gegen beide punktgleichen Tabellenführer antreten. Wie in der Vorwoche beim TV Witzhelden hatte das Team von Spielertrainerin Anke Görke auch gegen Heißen keine Chance. "Diese Mannschaften sind uns überlegen. Wir müssen gegen andere Gegner unsere Punkte holen", nahm Görke die Niederlage gelassen. Bis zur Mitte der zweiten Halbzeit waren die Gastgeberinnen in Schlagdistanz. Dann ließen die Kräfte nach - auch bedingt auch durch viele Unterzahlsituationen. Der Favorit zog entscheidend auf 25:15 (56.) davon. "Wir hatten im Spiel zwei Schwächephasen, die die Gäste genutzt haben", kommentierte Görke die zweite Heimniederlage der laufenden Saison.

LTV-Tore: Biesenroth (5), S. Wappler, Kreimendahl (je 3), Pötschke (2), Hufschmidt (2/2), Ziert, Donner, Vila-Nova-Vital (je 1).

Quelle: RP
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