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Behinsport
Schürmann deutet sein Potenzial an

Behinsport: Schürmann deutet sein Potenzial an
Über 400 Meter Freistil schwamm Hannes Schürmann ins Finale und war dort um über drei Sekunden schneller. FOTO: Hertgen
Remscheid. Mit einer neuen Bestzeit sowie einer Finalteilnahme und einem vierten Platz kehrt der Remscheider Behindertensportler von einem international hochkarätig besetzten Wettkampf aus Den Haag zurück. Von Michael In't Zandt

Hannes Schürmann ist derzeit viel unterwegs. Auf der Suche nach der Form, um Normen für die Paralympics in Rio de Janeiro zu erfüllen, führte den Remscheider Behindertenschwimmer, der für die SG Bayer starte, die Reise am vorigen Wochenende nach Den Haag.

In der niederländischen Hauptstadt fand "The Hague Grand Prix", ein hochkarätig besetzter internationaler Qualifikationswettkampf für die Paralympics statt. Zusätzliche Motivation erhielt Schürmann in der vorigen Woche durch die Nominierung für die Europameisterschaften Anfang Mai auf Madeira. Damit hat er sein erstes Saisonziel - die Teilnahme an der EM - bereits erreicht. Beflügelt von der Nominierung bot der zuletzt gesundheitlich stark gebeutelte Remscheider in Den Haag ansprechende Leistungen. Am Ende der Wettkampftage standen eine neue Bestzeit und eine Finalteilnahme auf der Habenseite.

Los ging es direkt nach der Anreise am Freitagnachmittag mit dem Wettkampf über 50 Meter Freistil. Quasi direkt von der Autobahn ins Becken gesprungen belegte Schürmann in 33,16 Sekunden den 13. Platz in der paralympischen Wertung und stellte am späten Nachmittag über 50 Meter Schmetterling mit einer Zeit 36,57 Sekunden eine neue Bestmarke auf, was ihm Rang neun einbrachte.

Nachdem es am zweiten Wettkampftag über 100 Meter Rücken (1:24,25 Minuten, Platz 13.) nicht so gut für Schürmann lief, trumpfte er am Finaltag noch einmal auf. Nach seinem 15. Platz über 100 Meter Freistil (1:12,76 Minuten) qualifizierte er sich über 400 Meter Freistil mit einer Zeit von 5:23,64 Minuten für das Finale und steigerte sich im Endlauf enorm. Schürmann schlug nach 5:20,06 Minuten an und erreichte den vierten Platz. In diesem Rennen zeigte er deutlich, welches Potenzial in ihm steckt und dass er auf den richtigen Weg in Richtung Rio de Janeiro ist.

Quelle: RP
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