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Schwimmen
Schürmanns Traum von Rio platzt in Berlin

Remscheid. Der Traum von einer Teilnahme an den Paralympics in Rio de Janeiro ist für Hannes Schürmann ausgeträumt. Der Remscheider Schwimmer mit Handicap, der für die SG Bayer startet, verpasste bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) in Berlin die Norm über die 400 Meter Freistil - und dies deutlich. Im Vorlauf benötigte er 5:37,20 Minuten. Mit dieser Zeit qualifizierte er sich zwar für das C-Finale und bekam eine zweite Chance, doch hier war noch langsamer und schlug nach 5:39,51 Minuten an. In beiden Rennen blieb er sehr deutlich über seiner Bestzeit von 5:18 Minuten, die er für ein Ticket nach Rio hätten unterbieten müssen. "Es war nicht sein Wettkampf. Er war sehr angespannt", sagte Hannes' Vater Stephan Schürmann, der die Wettkämpfe nicht vor Ort in Berlin, sondern am heimischen Computer per Livestream verfolgte und sah, dass es bei seinem Filius nicht rund lief. Dass Hannes Schürmann fünfmal das C- und einmal das B-Finale erreichte, über 200 Meter Lagen eine neue Bestzeit schwamm und mit der 4x100m-Lagenstaffel und der 4x100m-Freistilstaffel jeweils Silber waren dabei ein schwacher Trost.

Im Berlin am Start war auch die Remscheiderin Anna Krzyzaniak, die für die SG Bergisch Land schwimmt. Die Zwölfjährige stellte in den ersten beiden Tagen bei ihren fünf Starts fünf neue Bestzeiten hin und hatte über 200 Meter Rücken kurzzeitig sogar den Deutschen Rekord, den ihr aber Lea Stengel entriss. Am dritten Wettkampftag musste Krzyzaniak pausieren. Denn der in Berlin grassierende Magen-Darm-Virus hatte auch die Remscheiderin erwischt, die nach dem Ruhetag noch drei Wettkämpfe bestritt und dabei mit der Mixedstaffel über 4x50m Freistil Silber holte.

(miz)
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