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Rollhockey
Sorgenvolle Mienen bei der IGR

Rollhockey: Sorgenvolle Mienen bei der IGR
Ein ungleiches Duell: Herringes Kevin Karschau (li.) beharkt den Remscheider Daniel Leandro. FOTO: Hertgen
Remscheid. Rollhockey-Bundesliga: 0:11-Heimniederlage gegen Vizemeister Herringen und viel Arbeit in der Spielpause. Von Henning Schlüter

Das Spiel endete, wie es begonnen hatte: mit sorgenvollen Mienen. Vor dem Anstoß zum Bundesligaspiel gegen Vizemeister Germania Herringen gedachte die IGR Remscheid ihrem gestorbenen Ehrenmitglied Adolf Hirschfeld. Im Anschluss machten sich Viele auch Gedanken um den aktuellen sportlichen Zustand des Rollhockey-Bundesligisten. Und das lag nicht alleine daran, dass die IGR mit 0:11 (0:6) unterlag und nach der 1:8-Auftaktpleite in Krefeld weiterhin das Ende der Tabelle ziert.

"Wir haben in der nun folgenden Spielpause noch verdammt viel Arbeit vor uns", fand IGR-Trainer und Sportlicher Leiter Marcell Wienberg, der am Samstag kurzzeitig auch noch als Torhüter ins Spiel eingriff, als Moritz Kreidewolf nach einer Blauen Karte eine Zeitstrafe absaß. Die Einschätzung seines Amtskollegen bestätigte Germanen-Trainer Hans-Werner Meier, der früher selber als Coach mit der IGR Erfolge feierte und der sich über die mitunter laxe Spielweise der Gastgeber wunderte: "Ich hätte eigentlich erwartet, dass es in der aktuellen Lage der IGR auch mal knallt."

Für die Knüller waren aber alleine die Herringer zuständig. Läuferisch, spielerisch und gedanklich war der Gast einfach um Längen besser als die Remscheider. Die hatten sich zwar vorgenommen, die Pleite von Krefeld und den Vorwurf der mangelhaften Einstellung zu revidieren. Aber bereits nach 57 Sekunden nahm das Elend seinen Lauf, als Daniel Leandro die Kugel verlor und Germanen-Kapitän Lukas Karschau das erste Tor für die Westfalen erzielte.

Zehn weitere sollten folgen, und die Entstehung verlief fast immer nach demselben Strickmuster: Die Herringer mussten nur geduldig auf Fehler der Remscheider warten oder diese provozieren, um schwungvoll den Klassenunterschied aufzuzeigen. Sie hätten auch noch höher gewinnen können, wenn da nicht Moritz Kreidewolf im IGR-Tor, Latte und Pfosten oder das nachlässiger machende Gefühl des sicheren Sieges gewesen wäre.

Zwar hatte niemand damit gerechnet, dass die IGR, bei der neben Kreidewolf nur noch Daniel Strieder Akzente setzte, den Germanen das Wasser reichen könnte. Und Marcell Wienberg erkannte eine "Steigerung gegenüber dem Krefeld-Spiel". Trotzdem geht die IGR schweren Zeiten entgegen, wenn sich die Gegner nach dem Spiel bestenfalls an bemühte, brave Remscheider erinnern, die Zweikämpfe mit Glacéhandschuhen führen.

"Wir sollten das heutige Ergebnis nicht überbewerten. Trotzdem gibt es noch viele Dinge, an denen wir dringend in der Spielpause arbeiten müssen", sagt Wienberg. Bis zum 10. Oktober hat die IGR dafür Zeit, dann geht es im dritten Meisterschaftsspiel nach Darmstadt. Und dann werden auch Kapitän Yannick Peinke (Urlaub) und Lukas Kuhn (Rückenbeschwerden) wieder dabei sein und versuchen, aus den sorgenvollen Mienen fröhlichere zu machen.

Quelle: RP
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