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Stärkste Liga seit Jahren: Rade macht das Rennen

Lokalsport: Stärkste Liga seit Jahren: Rade macht das Rennen
Hoch soll er fliegen: SC-Trainer Erdal Demir und seine Mannschaft beim Duell mit der Erdanziehungskraft. FOTO: Moll
Remscheid. Fußball: Rückblick auf die vergangene Saison in der Kreisliga A, die sowohl im Titelrennen als auch im Abstiegskampf hielt, was sich die Fachleute im Vorfeld von ihr versprochen hatten. Von Dieter Stein

Solch einen Saisonverlauf hatten sich alle in der Fußball-Kreisliga A gewünscht: Gleich mehrere Mannschaften sorgten für Furore, hielten ihre Anhänger in Atem. Der Kampf um den Meistertitel war spannend wie lange nicht mehr. Lange machte sich Bezirksligaabsteiger SC Ayyildiz Remscheid große Hoffnungen. Das Team schien nach Siegen gegen die Mitbewerber bereits aufgestiegen zu sein, doch eine unerklärliche Schwächeperiode mit Niederlagen in Folge ließ den Traum von der Rückkehr in die Bezirksliga platzen. Am Ende hatte der SC 08 Radevormwald die Nase vorn, konnte nach vielen Jahren vergeblichen Bemühens endlich den Sprung in die Bezirksliga schaffen.

Von der "stärksten Kreisliga A seit Jahrzehnten" sprachen viele Experten vor dem Saisonstart. Fast die Hälfte der Vereine hegte große Hoffnungen bezüglich des Titelgewinns. In diesem "Feld der Ambitionierten" gab es keinen eindeutigen Favoriten. Lange mischten die TG Hilgen, der SV 09/35 Wermelskirchen und der Hastener TV sowie die SG Hackenberg mit. Ihnen fehlte am Ende das Glück - oder die Konzentration und Konstanz ließen nach.

Nicht alle Favoriten ließen sich vor dem Meisterschaftsstart in die Karten gucken. Sie hielten sich mit Prognosen zurück, stapelten lieber tief, als sich später dem Gespött eines "selbsternannten Klassenprimus' " auszusetzen. Für Trainer Michele Lepore vom ebenfalls aus der Bezirksliga abgestiegenen SV 09/35 Wermelskirchen waren die Spekulationen völlig unbedeutend. Mehrfach äußerte er sich, "dass ich nicht vorhabe, die anderen Teams zu analysieren, sondern mich ganz allein auf meine Elf konzentrieren will".

Zu den Enttäuschungen der Saison zählten zweifelsfrei der VfB Marathon 90 Remscheid, der SSV Bergisch Born und Türkiyemspor Remscheid. Diese Mannschaften waren mit Vorschusslorbeeren ausgestattet worden, konnten diese aber nicht rechtfertigen. Zahlreiche Verletzungen von Leistungsträgern ließen die Trainer oft in der Wochenmitte noch nicht einmal wissen, wer am nächsten Spieltag auflaufen würde. Die Kontinuität blieb diesen Mannschaften versagt. Auch von der 1. SpVg. Remscheid I war mehr erwartet worden, doch Unstimmigkeiten im Vereinen sorgten nicht für ein leistungsförderndes Umfeld.

Einen unerwartet guten Eindruck hinterließ die TG Hilgen II. Der neue Coach Kristian Fischer freute sich über eine Serie, in der Niederlagen Fremdwörter blieben. Der SSV Dhünn hatte nach gutem Start mehrfach Sand im Getriebe, schaffte es nur selten, eine komplette Begegnung auf konstantem Leistungsniveau durchzuspielen.

Wesentlich leichter hatten es sich die Neulinge VfL 07 Lennep und SSV Bergisch Born II vorgestellt, sich in der höheren Spielklasse zu behaupten. Doch beide mussten erfahren, dass der Leistungsunterschied zwischen B- und A-Liga größer ist, als viele vermutet hatten. Es galt auch in dieser Saison, was zuvor schon etliche Aufsteiger feststellen mussten: "Zwischen Kreisliga A und B liegen schon Welten. In der B kann man auch mal schlecht spielen und trotzdem gewinnen, doch in der A-Liga sieht es ganz anders aus. Kleine Fehler werden eiskalt ausgenutzt", sagte der Borner Trainer Sascha Odina. Er konnte den direkten Abstieg nicht vermeiden, wohingegen der scheinbar aussichtslos zurückliegende VfL Lennep in letzter Minute den Kopf noch aus der Schlinge zog.

Quelle: RP
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