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Steinhaus verpasst knapp den Titel

Motorsport: Steinhaus verpasst knapp den Titel
Niklas Steinhaus und Christopher Rink holten mit dem Adrenalin-BMW 325i die Vize-Meisterschaft, konnten sich aber über den Erfolg nicht richtig freuen. FOTO: Ufer
Remscheid. Beim RCN-Finale wird der Wermelskirchener Zweiter und kritisiert scharf das Verhalten des Siegersteams. Von Jörg Ufer

Am Ende gab es dann doch kein Happy End für Niklas Steinhaus in der Rundstrecken Challenge Nürburgring: Der 29-jährige Wermelskirchener wurde beim Finale zusammen mit dem Frankfurter Christopher Rink nur Zweiter in seiner Klasse. Das Adrenalin-BMW 325i-Duo sicherte sich mit diesem Erfolg im Feld der rund 600 Starter aber die Vizemeisterschaft in Deutschlands ältester Rundstrecken-Serie. Neuer Meister ist Alexander Fielenbach aus Lohmar mit seinem Mathol-Toyota GT86.

Obwohl er gerade seinen vermutlich größten Erfolg als Motorsportler feierte, stieg Steinhaus nach der Zieldurchfahrt nicht gerade glücklich aus dem Cockpit. "Das Ganze hatte einen faden Beigeschmack. Vielleicht kann ich mich in ein paar Tagen freuen, heute aber noch nicht."

Was war passiert? Wie schon beim vorletzten Saisonlauf soll sich Mathol Racing auch dieses Mal aufgrund des starterzahlenabhängingen Punktesystems weitere Starter für die Klasse "hinzugekauft" haben. "Da sind Cup-Hondas dabei, die niemals durch die Abnahme dürften", regte sich Steinhaus schon vor dem Start auf. Adrenalin Motorsport wiederum engagierte Gabriele Piana mit einem Toyota, damit dieser Fielenbach in dessen Klasse V3 besiegt. Doch bereits in der zweiten Runde wurde der Italiener von einem BMW von der Strecke gerammt.

Hinzu kam, dass der eigene BMW 325i beim VLN-Rennen eine Woche zuvor zerstört wurde und kurzerhand der BMW gekauft wurde, den Moshe Gott im Saisonverlauf bewegt hatte. Steinhaus: "Der fährt sich anders, die Bremse ist giftiger."

Alexander Fielenbach wurde nicht nur von Profi-Rennfahrer Wolfgang Weber, sondern auch selbst während der ersten acht Runden von einem deutlich PS-stärkeren BMW M235i Racing verfolgt, manche sagen auch "beschattet." Die Rivalitäten mündeten schließlich darin, dass sich noch während des Rennens Mitglieder beider Teams körperlich und verbal in der Boxengasse attackierten und Ordner schlichten mussten. "Hier sind einfach zu viele Dinge passiert, die nicht in Ordnung sind," meinte Steinhaus.

Zur Rennhalbzeit führten Fielenbach/Weber bereits mit fast vier Minuten Vorsprung in der Klasse V3. Rink/Steinhaus lagen auch vorne, aber nur ein paar Sekunden in der V4. Doch nur wenn Fielenbach nicht gewinnen würde, hätte das BMW-Duo Meister werden können. Steinhaus: "Ich habe es dann ruhiger angehen lassen, da Fielenbach klar führte. Aus eigener Kraft konnten wir eh nichts erreichen. Bevor wir das Auto noch in die Planken setzen, habe ich Oscar Sandberg lieber ziehen lassen." Der Norweger siegte schließlich in der V4 mit neun Sekunden Vorsprung. Trotz der klaren Entscheidungen auf der Piste gingen die Verbalattacken beider Teams im Parc Fermé weiter.

Jörg Müller/Matthias Baar (Remscheid/Schwelm) wurden im BMW 325i Dritter von fünf Startern in der Klasse F2. Das gleiche Ergebnis erreichten die Remscheider Jochen Schwerdtfeger und Tim Häcker im Opel Astra Cup. Ulf Giljohann/Jörg Morth (Hückeswagen/Gelsenkirchen) waren mit dem Toyota Yaris in der Klasse H1 der einzige Starter und kamen durch.

Quelle: RP
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