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Rollhockey
"Supercup" geht an Iserlohn, aber die IGR holt weiter auf

Remscheid. Rollhockey-Bundesliga: Der Pokalsieger aus Remscheid unterliegt beim Meister nur knapp mit 3:5. Von Henning Schlüter

Es war knapp. Sehr knapp. Aber am Ende hatte der Meister im Kampf um den inoffiziellen "Supercup" doch die Nase vorne. In eigener Halle besiegte die ERG Iserlohn am Samstagabend den Pokalsieger IGR Remscheid mit 5:3 (1:1) und wahrte damit die Machtverhältnisse in der Rollhockey-Bundesliga. Vorerst.

Keine Frage: Im Gegensatz zum letzten Pflichtspiel (Rückspiel im Play-off-Viertelfinale), das im Sauerland mit 3:8 verlorenging, hatte die Mannschaft von Trainer Marcell Wienberg die internationale All-Star-Auswahl der ERG diesmal am Rande der Niederlage. Fabian Selbach (19.), Daniel Strieder (30.) und Alexander Ober (37.) brachten die Gäste dreimal in Führung. Dreimal wusste der Meister allerdings auch zu antworten und glich jeweils aus.

Am Ende war es dann die größere Erfahrung und Cleverness, die den Gastgebern doch noch die drei Punkte bescherten: Andre Costa (41., hatte kurz zuvor schon in einer Überzahlsituation das 3:3 erzielt) und Nils Hilbertz (46.) trafen in der Schlussphase zum Sieg für Iserlohn.

"Einerseits ist es schade, dass sich die Jungs nicht belohnt und angesichts der Niederlage von Herringen den Sprung an die Tabellenspitze verpasst haben", sagte Marcell Wienberg hinterher. "Andererseits bin ich aber nicht völlig unzufrieden nach Hause gefahren. Wir sind mit unseren Eigengewächsen wieder ein Stück näher an Iserlohn rangekommen."

Ärgerlich war alleine, wie der eine oder andere Gegentreffer zustande kam. Nach der 1:0-Führung wurde eine Überzahl-Situation nicht genutzt. Stattdessen gab es in dieser Phase auch eine Zeitstrafe für Fabian Selbach, was zum Ausgleich durch Pereira führte. Und die Zwangspause für Yannick Brockmann vor dem 3:3 konnte Wienberg auch nicht nachvollziehen: "Das war für mich keine Blaue Karte."

Allerdings verhehlte der Coach eben auch nicht den feinen Unterschied, der sich zwischen beiden Teams noch auftut: "Iserlohn ist eben sehr clever. Die warten auf unsere Fehler, um dann zuzuschlagen." Ein Sonderlob bekam Keeper Moritz Kreidewolf: "Er hat wieder tolle Paraden gezeigt." Nun bereitet sich die IGR auf das Derby in Cronenberg in zwei Wochen vor. Dazwischen liegen der Länderpokal sowie Lehrgänge.

Quelle: RP
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