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Lokalsport
Thiemann/Goldschmidt wieder Meister

Remscheid. Judo: Kombination aus Wermelskirchen und Köln holt sich bei der IDM zum dritten Mal in Folge den Sieg.

Die Internationale Deutsche Judo-Kata-Meisterschaften in Maintal war der letzte sportliche Höhepunkt für Godula Thiemann (Wermelskirchener TV) und Jenny Goldschmidt (JC Bushido Köln) in diesem Jahr. Dabei ging es darum, den Titel in ihrer Paradedisziplin (Katame-no-kata; Form der Bodentechniken) zum zweiten Mal in Folge zu verteidigen und damit das erfolgreiche Wettkampfjahr zu krönen. Hat geklappt: Am Ende holte sich das Duo mit deutlichem Abstand vor den Nächtplatzierten den dritten DM-Sieg in Folge.

Das Los zeigte sich allerdings zunächst nicht im Bunde mit den beiden Favoritinnen, die mit dem ungeliebten Startplatz eins auf die Matte mussten. Thiemann/Goldschmidt zeigten aber eine konzentrierte Darbietung, die mit der Führung in ihrer Vorrunde und der Qualifikation für den Endkampf belohnt wurde.

Zunächst stand jedoch auch noch der Start in ihrer zweiten Wettkampf-Kata, der Kodokan Goshin-jutsu, aus. Eigentlich hatten die beiden in dieser Kategorie gar nicht starten wollen, da aufgrund der Weltmeisterschaft in diesem Jahr der Trainingsschwerpunkt klar auf der Katame-no-kata gelegen hatte. Erst aufgrund der Ermunterung aus der Kata-Kommission hatten sie kurzfristig doch noch nachgemeldet. Hier zeigte sich leider, dass die ursprüngliche Entscheidung doch richtig war: Der Trainingsrückstand machte sich in drei Abstimmungsfehlern bemerkbar, so dass sie hier "nur" Platz fünf von acht Paaren erreichten.

Auch für das Finale in der Katame-no-kata bescherte das Los ihnen erneut Startplatz eins. Nach dem Durchgang hieß es also abwarten, aber weder das starke Paar Scharf/Büchler aus Schleswig-Holstein, noch Köhler/Mohr, das Paar aus der Pfalz, konnten noch vorbeiziehen. Am Ende gelang es Thiemann und Goldschmidt, mit 20 Punkten Vorsprung im dritten Jahr in Folge den Titel der Internationalen Deutsche Kata-Meister in der Katame-no-kata zu holen. Damit schafften sie nach den nationalen Titeln im Judo (Katame-no-kata) und im Jiu-Jitsu (Kodokan Goshin-jutsu) erstmalig sogar das Triple. Damit ging in fünf der sechs Kategorien jeweils der Titel nach Nordrhein-Westfalen.

Bei der Weltmeisterschaft auf Malta Anfang Oktober war Thiemann und Goldschmidt zwar eine starke Leistung gelungen, bei der sie sogar ein Konkurrenzpaar aus Spanien hinter sich lassen konnten. Allerdings zeigten sich die Wertungsrichter nach der Pause in der Vorrunde deutlich großzügiger mit den Punkten als zuvor, so dass die beiden als Fünfte den Finaleinzug knapp verpassten.

(red)
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