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Handball
Tobias Weber entscheidet das Derby

Remscheid. Handball-Landesliga: HSG gewinnt in Remscheid. ATV verliert erneut gegen die Panther. HCW erkämpft sich zwei Punkte. Von Niklas Frielingsdorf, Lars Faßbender und Frank Lorenzet

HG Remscheid II - HSG Radevormwald/Herbeck 26:30 (10:14) - Durch den Sieg im Nachbarschaftsduell festigte die HSG den dritten Tabellenplatz, der derzeit zur Aufstiegsrelegation in die Verbandsliga berechtigt. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (3:3; 11.) bekamen die Bergstädter die Partie immer besser in den Griff und bauten ihre Führung über 8:4 auf 11:7 aus. "Wir haben dominiert und sind auch gut aus der Halbzeit gekommen. Ein paar Nachlässigkeiten haben den Gegner aber wieder stark gemacht", sagte HSG-Trainer Markus Eigenbrod, der ansehen musste, wie die Remscheider 15 Minuten vor dem Ende zum 22:22 ausglichen. "Die Mannschaft hatte sich zu diesem Zeitpunkt für ihren Kampf belohnt", erklärte HGR-Trainer Detlef Randzio. Mit der Einwechslung von Tobias Weber nahm die Partie endgültig die Wende zugunsten der HSG. Weber verteidigte sehr offensiv und erzielte im Angriff sechs Treffer in der Schlussphase. "Wir haben unsere Schwächephase gut gemeistert und verdient gewonnen", sagte Eigenbrod. Aber auch sein Gegenüber war zufrieden: "Wir haben gut gespielt, einzig das Ergebnis passt nicht." Während bei der HGR Jugendspieler Sebastian Pflüger sein Landesliga-Debüt gab, teilte die HSG nach der Partie die Verlängerung mit Simon Broch mit. "Trotz höherklassiger Angebote hat er sich für uns entschieden", freut sich Eigenbrod. Angeblich soll auch die HG Remscheid ihre Fühler nach dem Rückraumspieler ausgestreckt haben.

HGR-Tore: Jungjohann (8), Halfmann (5/5), Lüttger (4), Schickler (3), Adamek, Schmidt (je 2), Pake, Plesa (je 1). HSG- Tore: Kirschsieper (7), Weber (6), Sahan (5), Koljkovic (5/1), Breuer (4), Franken (3).

HC Wermelskirchen - Team CDG/GW Wuppertal 33:31 (17:13) - Beim HCW ist die Personallage seit Wochen äußerst angespannt. Selbst Trainer Shahrokh Rezaloo muss fast an jedem Spieltag 60 Minuten durchspielen. Um gegen Wuppertal weitere Alternativen zu haben, reaktivierte Rezaloo abermals seinen Freund Michael Göhre. Dieser steuerte gleich sieben Treffer zum ungefährdeten Heimsieg gegen den Tabellennachbarn bei. Bis zum 24:18 (46.) schienen die Hausherren alles im Griff zu haben. Doch dann machte sich der personelle Engpass negativ bemerkbar. Die Gastgeber wurden unkonzentrierter. Das nutzten die Gäste, um zum 28:28-auszugleichen (55.). "Wir haben dann wieder eine Schüppe draufgelegt und mit Kampf, Wille und Einsatz den Sieg errungen", freute sich Spielertrainer Rezaloo, der mit acht Toren bester HCW-Torschütze war.

HCW-Tore: Rezaloo (8), Göhre (7), Tobolski (6/1), Müller (5/2), Cornelsen (3), Schmidt, Napiwotzki (je 2).

Bergische Panther II - ATV Hückeswagen 27:19 (12:9) - Die Panther bleiben für den ATV ein rotes Tuch: Auch im vierten Versuch in Folge blieben die Schlossstädter im Derby ohne Punkte. "Daran hatten wir vor allem durch unsere sehr schwache Chancenverwertung selbst schuld, auch wenn wir mit dem Harz nicht zurechtgekommen sind. Das soll aber keine Ausrede sein, wir müssen uns an die eigene Nase fassen", sagte ATV-Trainer Sebastian Mettler. Dessen Schützlinge gestalteten die Partie bis zum 9:9 ausgeglichen, gerieten in Überzahl in Rückstand und verloren zudem Maurice Sielmann mit einer Fingerverletzung. "Das war wohl der Knackpunkt", sagte Mettler. Fortan lief bei den Gästen vor allem offensiv nichts mehr zusammen. Und spätestens als die Panther gleich nach dem Seitenwechsel von 12:10 auf 17:10 davonzogen, war die Begegnung entschieden. Die Gastgeber konnten sich dabei auf ihre Nachwuchskräfte verlassen. Denn nachdem sich gleich sechs Stammkräfte abgemeldet hatten, setzte Spielertrainer Sendi Cestnik von Beginn an auf seine A-Jugendlichen. Nach zähem Beginn und ungewöhnlich vielen Fehlern im Spielaufbau steigerten sich die technisch versierten Youngster und spielten ihre Überlegenheit aus. Philipp Schmitz, Sebastian Hindrichs und Sven Käsgen wirbelten die Gästeabwehr durcheinander und erzielten insgesamt 19 der 27 Panther-Treffer. Und auch die Defensive stand nun sicher. Zusammen mit dem starken Torhüter Benjamin Knopp gestattete man den Gästen in den ersten 15 Minuten nach der Pause lediglich drei Treffer.

Panther-Tore: Käsgen, Schmitz (je 7), Hindrichs (5), D. Jörgens (3), Gerlich (2/1), Schmidt, Kress, Liedtke (je 1). ATV-Tore: Lucas Frischmuth (7), Bangert (4/1), Sielmann, Hoffmann (je 2), Scheider (2/1), Lars Frischmuth, Marz (je 1).

Quelle: RP
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