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Der Tag Danach Rollhockey
Trainer sein ist anstrengend

Der Tag Danach Rollhockey: Trainer sein ist anstrengend
Freut sich wieder auf den Bundesliga-Alltag mit der IGR Remscheid: Yannick Peinke. FOTO: Moll
Remscheid. Yannick Peinke, Bundesligaspieler der IGR Remscheid, coachte die U17-Nationalmannschaft bei der EM in Spanien. Von Michael In't Zandt

Wettertechnisch brauchte sich Yannick Peinke bei seiner Rückkehr nicht umzustellen, herrschten im Bergischen doch ähnliche Temperaturen wie spanischen Mieres. Rollhockeytechnisch sieht das allerdings anders aus. Denn in Mieres war Peinke als Trainer der U17-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft im Einsatz, in Remscheid wartet auf ihn nun wieder der Bundesliga-Alltag als Spieler der IGR Remscheid.

Bevor der IGR-Kapitän allerdings ins Liga-Geschehen eingreift, muss er sich erst einmal erholen. "Ich muss den Kopf freibekommen. Das war ganz schön anstrengend. Eine Woche lang eine Mannschaft zu betreuen, geht einem an die Nerven und an die Substanz", blickt Peinke zurück. Dabei teilte er sich die zahlreichen Aufgaben mit seinem Trainerkollegen Tobias Wahlen (RESG Walsum), mit dem er bereits die U15-NRW-Auswahl betreute. Unterstützung gab es zudem durch Delegationsleiter Thomas Ullrich, ebenfalls von der IGR Remscheid, und Mannschaftsarzt Tim Decius.

Trotz aller Anstrengung hat er seine Entscheidung, nach dem Ausfall von Nationaltrainer Andreas Reinert, kurzfristig einzuspringen und das Team zusammen mit Wahlen zu betreuen, nicht bereut. "Ich habe eine tolle Erfahrung gemacht. Es ist schon erstaunlich, was man als Trainer bei so einem Turnier leisten muss. Da geht es nicht nur um die Spiele samt Vor- und Nachbereitung, sondern man muss sich auch um jeden einzelnen Spieler kümmern", erklärt Peinke.

Sportlich konnte er zufrieden sein. "Wir sind mit dem Ziel angetreten, das Halbfinale zu erreichen. Das haben wir souverän geschafft. Und wenn man im Halbfinale ist, dann will man auch eine Medaille. Doch dazu hat es leider nicht gereicht", sagt Peinke zum vierten Rang der Nationalmannschaft, die im Halbfinale am späteren Titelträger Spanien scheiterte und gegen Frankreich Bronze holen wollte. "Da hat uns das nötige Quäntchen Glück gefehlt", meinte Peinke nach der 1:4-Niederlage gegen die Franzosen. Daran konnte auch IGR-Talent Alexander Ober nichts ändern. Der Remscheider war zusammen mit Max Thiel vom RSC Cronenberg treffsicherster Schütze im Nationalteam. "Er hat gezeigt, dass er mit den Topspielern mithalten kann", lobte Peinke, der nun wieder mit Ober auf die Jagd nach Bundesliga-Punkten geht. Peinke: "Darauf freue ich mich riesig."

Quelle: RP
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