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Kampfsport
Traum geht endlich in Erfüllung

Remscheid. Godula Thiemann und Jenny Goldschmidt haben nach einigen Anläufen ihre Titelsammlung nun vervollständig. Von Michael In't Zandt

Eine halbe Sportler-Ewigkeit haben Godula Thiemann (Wermelskirchener TV) und Jenny Goldschmidt (JC Bushido Köln) hart darauf hingearbeitet. Nun hat es das Duo geschafft. Thiemann und Goldschmidt sind Deutsche Meister im Katame-no-kata und erfüllten sich nach 14 Jahren gemeinsamen Trainings endlich ihren lange gehegten Traum vom Titel.

Mit dem Ziel, nach dem enttäuschenden zweiten Platz im vorigen Jahr ihre Titelsammlung nun zu vervollständigen, waren Thiemann und Goldschmidt zur Deutschen Judo-Kata-Meisterschaften nach Speyer gefahren. Trotz zweier Internationaler Deutscher Meistertitel hintereinander fehlte ihnen noch der nationale Titel in ihrer Paradedisziplin Katame-no-kata (Form der Bodentechniken).

Das Duo überließ dabei nichts dem Zufall. Am Vorabend der DM gingen Thiemann und Goldschmidt noch einmal auf die Matte, um beiden Katas den letzten Feinschliff zu verpassen. Das Ziel der beiden in der Selbstverteidigungskata Kodokan Goshin-jutsu war ein Platz auf dem Podium. Nach einer Unsicherheit beim ersten Stockangriff mussten Thiemann und Goldschmidt dann jedoch um den Einzug in die Finalrunde der besten vier Paare zittern. Trotzdem gelang es ihnen, in der Vorrunde zwei starke Paare aus Hessen hinter sich zu lassen und im Finale den Fehler wieder wettzumachen. Damit schoben sie sich schließlich sogar noch vor das andere Paar aus Nordrhein-Westfalen und holten sich so zum zweiten Mal nach 2015 die Bronzemedaille in dieser Disziplin.

Nachdem das erste Ziel erreicht war, stand am folgenden Tag mit der Katame-no-kata die ungleich wichtigere Aufgabe an. Die Favoritenrolle erhöhte den Druck. Thiemann und Goldschmidt zogen nach einer guten Vorrunde zwar mit etwa 20 Punkten Vorsprung als Führende in die Finalrunde ein, aber nach der Erfahrung aus dem Vorjahr hatte dies nicht viel zu bedeuten.

In der Finalrunde startete das Duo in der Mitte des Feldes. Anspannung und Hitze sorgten für schwierige Ausgangsbedingungen, aber nach neun Minuten höchster Konzentration waren die beiden mit ihrer Demonstration zufrieden. Ob das die Wertungsrichter dieses Mal genauso empfanden, zeigte sich erst nach 90 endlos erscheinenden Minuten Wartezeit.

Erst mit der Verkündung der Silbermedaille für Niedersachsen war klar, dass sich der Titeltraum Thiemann und Goldschmidt endlich erfüllt hatte. Schlagartig fiel die Anspannung ab, Erleichterung und Freude machten sich breit.

Zusammen mit dem Titel in der Kodokan Goshin-jutsu, den sie eine Woche zuvor bei den Deutschen Ju-Jutsu Meisterschaften holten, sind die beiden nun in der ungewöhnlichen Situation, zeitgleich aktuelle Deutsche Meister in zwei verschiedenen Sportarten zu sein.

Quelle: RP
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