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Rollhockey
"Uns fehlte einfach der Bums im Spiel"

Remscheid. Rollhockey: IGR kassiert in der Bundesliga von Iserlohn eine 3:9-Lehrstunde. Im Pokal gibt es einen 13:2-Sieg in Schwerte. Von Henning Schlüter

In der Bundesliga ist die IGR Remscheid den sechsten Tabellenplatz, der die Europapokal-Qualifikation bedeuten würde, nach der 3:9-Heimniederlage vom Samstag gegen die ERG Iserlohn erst einmal wieder los. Dafür lebt die zweite Hoffnung, den internationalen Wettbewerb über den Umweg des Pokals zu erreichen, nach dem gestrigen 13:2-Achtelfinalsieg beim Zweitligisten ERSC Schwerte.

Den Samstag hätten die Remscheider in der Nachbetrachtung vielleicht lieber im Bett verbracht. Gegen den amtierenden Deutschen Meister, der Spitzenreiter Germania Herringen damit weiter auf den Fersen bleibt, gab es eine überaus klare Pleite, die zwar vielleicht um das eine oder andere Tor zu hoch ausfiel, aber völlig in Ordnung ging. Denn das mit Nationalspielern und Könnern aus Südeuropa durchsetzte Allstar-Team aus dem Sauerland war an diesem Nachmittag einfach eine Klasse besser. Ruckzuck lag der technisch versierte Gast durch zwei Tore des Portugiesen Andre Costa schon nach drei Minuten 2:0 vorne. Zwar egalisierten Fabian Selbach und Daniel Strieder ebenfalls in Windeseile (3., 4.), aber danach setzte sich die Iserlohner Dominanz durch - auch, weil die IGR zwei "Direkte" und zwei Überzahl-Situationen ungenutzt ließ.

"Irgendwie hatte ich schon vor dem Spiel in der Kabine kein gutes Gefühl", sagte Trainer Marcell Wienberg: "Yannick Peinke und Daniel Strieder haben sich von Anfang an nicht gerade pudelwohl gefühlt, andere hatten auch ihre Wehwehchen - irgendwie passte es an diesem Tag nicht so richtig zusammen. Uns fehlte einfach der Bums im Spiel."

Das sollte sich auch in Hälfte zwei bestätigen, in der sich die IGR zwar nach Kräften wehrte und durch Fabian Selbach auch zum 3:5-Anschlusstreffer kam. Aber dann sorgte Iserlohn wieder für die Ausrufezeichen: "Das müssen wir so akzeptieren", zeigte sich Wienberg zwar unzufrieden, aber ohne Groll: "Es gibt eben solche Tage. Sie dürfen sich nur nicht oft wiederholen, denn im Kampf um Platz sechs sind wir ab sofort wieder auf Schützenhilfe angewiesen."

Ohne Schützenhilfe kam die IGR am gestrigen Abend im Pokal beim Zweitligisten ERSC Schwerte aus. Am Ende gewann die Mannschaft mit 13:2 (6:1), und Wienberg befand: "Eigentlich hätten wir noch höher gewinnen können, aber man soll ja auch nicht übertreiben . . ." Yannik Lukassen und Fabian Selbach hatten schon in den ersten 60 Sekunden mit dem Torfestival begonnen. Am Ende trugen sich auch noch Daniel Strieder (3), Lukas Kuhn, Yannick Peinke, Joshua Dutt (je 2) und Til Cramer in die Torschützenliste ein.

Die nächste Pokalaufgabe wird für die IGR Remscheid ungleich schwieriger: Am 2. April (Beginn: 15.30 Uhr) kommt Rekordmeister RESG Walsum in die Halle Hackenberg.

Quelle: RP
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