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Motorsport
Volles Programm für Stursberg, Fritschzes steigen später ein

Remscheid. Bei der Langstreckenmeisterschaft ist der Wermelskirchener im Dauereinsatz. Hückeswagener Zwillinge hören doch noch nicht auf. Von Jörg Ufer

Am kommenden Wochenende startet die Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring in ihre 40. Saison. Ein Moment, den Fans, Verantwortliche und Fahrer seit Wochen herbeisehnen. Vor allem auch der Wermelskirchener Mike Stursberg, der in diesem Jahr rund 15 Rennen bestreiten wird. Die Fritzsche-Brüder und auch Niklas Steinhaus werden dagegen etwas kürzer treten.

Den Akteuren in der populärsten Breitensportserie Europas sind in der neuen Saison keine Grenzen mehr gesetzt. Sie können auf den Geraden wieder Vollgas geben - die Tempolimits nach dem Tod eines Zuschauers Ende März 2015 auf der Nordschleife gehören der Vergangenheit an, die Sicherheitsvorkehrungen wurden nochmals verbessert.

Bereits über die Wintermonate hatte der Nürburgring sieben Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit umgesetzt. Kaum war die Saison 2015 beendet, rollte schweres Baugerät auf die Nordschleife. Der rund 500 Meter lange Abschnitt zwischen Quiddelbacher Höhe und Flugplatz wurde umgebaut und erneuert. Die Strecke wurde bis zu einem Meter tiefergelegt und zusätzlich verbreitert, die Innenkurve abgesenkt, die Sprungkuppe wurde entfernt und die Bodenwellen wurden geebnet.

An mehreren Stellen wurden neue FIA-Zäune und Zuschauer-Rückhaltezäune errichtet, beispielsweise an der Döttinger Höhe, um die parallel verlaufende Bundesstraße 258 deutlicher abzugrenzen. Anpassungen im technischen Reglement für die Fahrzeuge gaben dem Sicherheitskonzept den letzten Schliff. Nach einer Saison mit vielen Diskussionen und Unklarheiten können die Teilnehmer am morgigen Samstag bei der 62. ADAC Westfalenfahrt also wieder voll durchstarten. Rund 170 Teams haben ihre Nennung abgegeben.

"Ich bin froh, dass es jetzt losgeht", sagt Stursberg. "Ich freue mich unheimlich auf diese Saison, die für mich so umfangreich ist wie noch nie." Die ersten beiden VLN-Rennen, das 24-Stunden-Quali-Rennen und das eigentliche 24-Stunden-Rennen wird der Wermelskirchener im Porsche 911 GT3 des Wochenspiegel-Team-Manthey bestreiten. Zusammen mit Fahrzeugeigner Georg Weiss (Monschau), Jochen Krumbach (Eschweiler) und Oliver Kainz (Mayen) wird sich der 45-Jährige die Lenkradarbeit teilen.

"Der WTM-Porsche zählt seit Jahren zu den schnellsten reinen Amateur-Teams auf dem Nürburgring. Daran wollen wir auch 2016 anknüpfen. Top Ten-Ergebnisse sind das klare Ziel." Nach dem 24-Stunden-Rennen Ende Mai wird Stursberg zwischen dem WTM-Porsche und dem Alzen Racing-Ford GT hin- und herwechseln. "Die Brüder Uwe und Jürgen Alzen haben mich gefragt. Das musste ich mir nicht zweimal überlegen. Mit beiden Autos habe ich natürlich zwei heiße Eisen im Feuer." Zusätzlich wird Stursberg zusammen mit Olaf Manthey einige Youngtimer-Rennen im Rüddel-Ford Escort MkI in Angriff nehmen.

Die Hückeswagener Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche werden frühestens ab dem dritten VLN-Rennen ins Geschehen eingreifen. Die 60 Jahre alten Zwillinge wollten eigentlich Ende 2015 aufhören, doch ein Comeback steht praktisch fest. Der Wermelskirchener Gerry Diel, unter anderem Leiter des Opel Astra Cups, bestätigt: "Der von Opel entwickelte Astra TCR muss für die Nordschleife abgestimmt und für zukünftige Kunden entwickelt werden. Die Fritzsches haben vor 15 Jahren mit dem damaligen Corsa C auch eine Testsaison eingelegt und wurden im Jahr danach Meister. Warum nicht auch dieses Mal?"

Der Wermelskirchener Niklas Steinhaus wird eine komplette Saison in der zweiten Nordschleifen-Serie, der Rundstrecken-Challenge, mit einem BMW 325i bestreiten. "Das ist fix. Am 24-Stunden-Rennen arbeite ich noch, das würde mich schon reizen. VLN fahre ich höchstens sporadisch."

Quelle: RP
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