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Handball
Weltmeisterin in der Bergstadt

Handball: Weltmeisterin in der Bergstadt
Feierte einen tollen Einstand: Elli Garcia, die bei ihrem Debüt im HSG-Dress geschickt die Fäden zog und sieben Treffer zum 29:28-Erfolg über die Reserve des HSV Gräfrath beisteuerte. FOTO: Moll
Remscheid. Elli Garcia soll den Oberliga-Damen der HSG Radevormwald/Herbeck beim Unternehmen Klassenerhalt helfen. Von Lars Faßbender

Am Samstag war sie entscheidend am 29:28-Erfolg der HSG Radevormwald/Herbeck gegen die Reserve des HSV Gräfrath beteiligt: Elli Garcia. Der Überraschungsneuzugang erzielte nicht nur sieben Treffer, sondern glänzte auch als Spielgestalterin und Anspielerin.

Garcia ist der bislang größte Transfer-Coup, den die Bergstädterinnen gelandet haben. Schließlich hat die HSG nun eine Weltmeisterin in ihren Reihen, denn 2008 gewann Garcia mit der deutschen Mannschaft die U20-Weltmeisterschaft in Mazedonien. Bundesligaerfahrung hat die 26-Jährige bei der TSG Ketsch und bei den "Werkselfen" von Bayer Leverkusen gesammelt, für die sie bis 2012 auf Torjagd ging. Ehe sie ihre Karriere aufgrund dreier Kreuzbandrisse in diesem Jahr beendete, lief sie noch für die Bergischen Panther in der Oberliga auf. "Ich habe sie immer wieder gefragt, ob sie uns unterstützen kann, um die anderen Spielerinnen zu führen und in den entscheidenden Spielsituationen zu helfen", sagt HSG-Trainer Daniel Schnellhardt, der sich sehr darüber freut, eine Topspielerin wie sie im Team zu haben.

Dass nach dem Aufstieg in die Oberliga für die HSG nur der Klassenerhalt zählt, ist klar. Mit bereits sieben Punkten aus zehn Spielen sind die Bergstädterinnen auf einem guten Weg in Richtung Ligaverbleib. Dabei holte das Schnellhardt-Team gegen Mannschaften Siege, die so gar nicht eingeplant waren. "Den November hatte ich als heiße Phase ausgerechnet. Da sind die Gegner, die wir schlagen müssen", meint der Coach.

Einen großen Anteil am Erfolg haben die Neuzugänge, die Schnellhardt nach Radevormwald lotste. Mit Vanessa Tondar (Bergische Panther) und Michelle Liedtke (früher Bayer Leverkusen), die den Umgang mit dem Ball im Handballinternat in Halle an der Saale erlernte, stießen zwei Spielerinnen dazu, die bereits Oberligaluft schnupperten. Sina Juhnke, ausgestattet mit einem Doppelspielrecht für die HSG sowie den 1. FC Köln, bringt Erfahrung aus der Dritten Liga mit in die Bergstadt. Für Schnellhardt reichte das nicht aus: "Trotz der vielen Neuzugänge wollten wir uns breiter aufstellen und an Qualität nachlegen." Das ist nun mit der Verpflichtung von Garcia geschehen.

Allerdings ist das Engagement des Neuzugangs erst einmal zeitlich begrenzt. Garcia wird noch gegen den TV Biefang und den Neusser HV auflaufen und will sich dann wieder ihrem Privatleben widmen. Der Coach würde sich jedoch sehr über eine weitere Zusammenarbeit freuen: "Wir wollen sie natürlich länger an uns binden. Ob das klappt, werden wir sehen."

Quelle: RP
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