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Handball
Wermelskirchen bleibt der HSG auf den Fersen

Remscheid. Handball-Landesliga: HCW gewinnt das Derby bei der Panther-Reserve. Bergstädter finden in die Erfolgsspur zurück. HGR unterliegt dem Klassenprimus. Hückeswagen feiert den nächsten Heimsieg. Von M. In't Zandt, L. Faßbender, N. Frielingsdorf und F. Lorenzet

HSG Radevormwald/Herbeck - TSV Aufderhöhe II 26:24 (14:11) - Der Sieg fiel am Ende zwar knapper als erwartet aus, doch dies war HSG-Trainer Markus Eigenbrod letztlich egal. "Wichtig war, dass wir wieder gewonnen und so in die Spur zurückgefunden haben", meinte der Coach, dessen Team zuletzt zwei Spiele hintereinander verloren hatte. Dabei schienen die Gastgeber Mitte des zweiten Durchgangs bei einer 22:16-Führung einem klaren Erfolg entgegenzusteuern. "Dann haben wir aber zu fahrlässig agiert und zu viel zugelassen", kritisierte Eigenbrod. Die Folge: Die Gäste verkürzten auf 20:22. "Ich hätte mir gewünscht, dass wir souveräner agieren", meinte der HSG-Coach, dessen Team den Sieg dann doch noch mehr oder weniger souverän unter Dach und Fach brachte und den dritten Tabellenplatz verteidigte.

HSG-Tore: Festag (7/3), Kirschsieper, Broch (je 5), Sahan, Hackländer, Koljkovic (je 2), Franken, Bona, Breuer (je 1).

Bergischen Panther - HC Wermelskirchen 25:28 (11:16) - "Entgegen der Absprache war unsere Abwehr in der ersten Halbzeit viel zu passiv", benannte Panther-Spielertrainer Sendi Cestnik den Hauptgrund für die Niederlage. Die Distanzschützen der Wermelskirchener hatte keine Mühe, zahlreiche Treffer zu erzielen. Zudem erwischte der sonst sehr sichere Torhüter Benjamin Knopp keinen guten Tag. So zogen die Gäste nach einem 3:3 über 9:4 (15.) auf 16:11 zur Pause davon. Die ersten 30 Minuten waren auch für HCW-Trainer Shahrokh Rezaloo entscheidend: "Wir waren klar spielbestimmend und konnten so mit einer komfortablen Führung in die Pause gehen", meinte der Coach. Nach dem Seitenwechsel stellten die Panther auf eine 4:2-Abwehrformation um und verteidigten mit einer deutlich härteren Gangart. "Es wurde aggressiv und hektisch", fand Rezaloo. Die Panther verkürzten auf 18:20 (45.), leisteten sich dann aber zu viele technische Fehler. Ohne Tim Liedtke und Jan Scheel und ab der zehnten Minute auch ohne Markus Lenhof, der sich am Knie verletzte, fehlte Cestnik der komplette Rückraum. Dafür sprangen Kevin Symannek und der A-Jugendliche Sebastian Hindrichs in die Bresche. Bei den Gästen gab Marcello Halbach nach dreimonatiger Verletzungspause sein Comeback und erntete von seinem Coach ein Sonderlob.

Panther-Tore: Symannek (8), Adams (6/3), S. Hindrichs (5), Grasekamp (3), Lenhof (2), Cromm (1). HCW-Tore: Tobolski (14/3), Halbach (6/3), Müller (4), Napiwotzki (2), Cornelsen, Schmidt (je 1).

HG Remscheid II - DJK Unitas Haan II 22:30 (11:16) - Dass es für die Remscheider gegen den verlustpunktfreien Klassenprimus schwer werden würde, wusste Trainer Detlef Randzio bereits im Vorfeld. Mit der deutlichen Niederlage konnte der Coach entsprechend gut leben: "Wir haben ordentlich gespielt und können darauf aufbauen." Die erste Viertelstunde waren die Gäste ebenbürtig und agierten gegen den Ligaprimus erfolgreich mit einer offensiven Abwehrformation. "Dann hat sich der Gegner darauf eingestellt", musste Randzio anerkennen. Die Gäste gingen mit fünf Toren Vorsprung in die Pause. Als nach dem Seitenwechsel Lars Halfmann wegen seiner dritten Zeitstrafe früh die Rote Karte sah (36.), fehlte den Gastgebern im Angriff die Durchschlagskraft aus dem Rückraum.

HGR-Tore: Schmidt (5), Kinder (4), Halfmann (3/2), Lüttger, Plesa, Pake (je 2), Jungjohann, Heinz (je 1).

ATV Hückeswagen - BHC Solingen III 30:25 (14:12) - Nachdem der ATV die erste Hälfte über weite Strecken dominiert und nach einem 3:0 stets in Führung gelegen hatte, ging es mit einer knappen Pausenführung in die Kabine. Im Anschluss konnten die mit einigen A-Jugend-Spielern angetretenen Gäste zwischenzeitlich zwar einmal die Führung übernehmen (20:19, 43.), doch dann zogen die Gastgeber über 23:20 (48.) und 25:21 (52.) entscheidend auf 29:23 (56.) davon. "Der BHC war der erwartet schwere Gegner und hat uns alles abverlangt. Aber wir haben es heute im Kollektiv einfach gut gemacht und verdient gewonnen", war ATV-Trainer Sebastian Mettler zufrieden, dessen Team auch im vierten Heimspiel in diesem Jahr einen Sieg einfuhr.

ATV-Tore: Sielmann (6), Graf (5), Antrecht, Wilhelmy, Lucas Frischmuth (je 4), Bangert (3/3), Moraczewski, Marz, Sperling, Hoffmann (je 1).

Quelle: RP
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