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Motorsport
Zeitstrafe kostet Radevormwalder race&event-Team den Sieg

Remscheid. Beim vorletzten Rennen der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring ahndet die Rennleitung ein vermeintliches Fehlverhalten. Die Hückeswagener Zwillinge Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche scheiden zum zweiten Mal hintereinander aus. Von Jörg Ufer

Das Radevormwalder race&event-Team von Martin Mohr verlor beim neunten und vorletzten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring in der Schlussphase den sicher geglaubten Sieg. Nach zwei Unfällen in der achten Runde mussten die Fritzsche-Zwillinge den zweiten Ausfall in Folge hinnehmen.

Bis zum Beginn der vorletzten Runde lag der race&event-Porsche mit den Piloten Heinz Schmersal (Wuppertal), Tim Scheerbarth (Dormagen) und Thomas Schmid (Willich) immer unter den besten zwei der Klasse. Startfahrer Scheerbarth übernahm sofort die Klassenführung. Bedingt durch Boxenstopps der GT3-Fahrzeuge konnte sogar zeitweise der siebte Gesamtrang eingenommen werden. Im Mittelstint übernahm Schmid das Cockpit, der die Führung weiter ausbaute. Scheerbarth übernahm für den nächsten Stint, ehe Routinier Schmersal für die Schlussphase das Volant übernahm. In der Klasse betrug der Vorsprung bis zu rund drei Minuten.

Eine halbe Stunde vor dem Ende kam von der Rennleitung die rennentscheidende Hiobsbotschaft: Wegen eines Fehlverhaltens während einer Gelbphase setzte es eine fünf Minuten dauernde Stop-and-go-Strafe. "Wie mindestens ein halbes Dutzend andere Fahrzeuge soll ich im Bereich Kallenhard deutlich zu schnell gewesen sein", schilderte Schmid. "Ich kann mich wirklich nicht daran erinnern. Die anderen Teilnehmer vermutlich auch nicht. Gegen Entscheidungen der Rennleitung kann man ja leider nichts machen, Spaß macht das natürlich nicht."

Ein Wochenende zum Vergessen erlebten die Hückeswagener Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche sowie der Finne Hannu Luostarinen. Eigentlich sollte mit einem guten Ergebnis die Führung in der Sonderwertung des Opel Astra-Cups weiter ausgebaut werden. Doch in der achten Runde rutschte Jürgen auf Platz drei liegend gleich zweimal von der Strecke. Im Metzgesfeld prallte der 60-Jährige mit der rechten Seite in einen Reifenstapel, konnte aber weiterfahren. Rund zehn Kilometer später sorgte die Kollision mit einem BMW 235i und dem anschließenden Leitplankeneinschlag für das Ende.

Jürgen Fritzsche: "Der BMW hatte wohl Probleme mit der Benzinzufuhr. Daher fuhr Pilot Michael Schrey Schlangenlinien und übersah mich. Er traf mich hinten links und dann ging es ab in die Leitplanken." Nach dem zweiten Nuller in Folge hat das Trio die Tabellenführung im Opel Astra-Cup verloren. "Aber noch ist nichts verloren, wir können noch aus eigener Kraft die Sonderwertung für uns entscheiden."

Quelle: RP
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