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Zweiter Platz beim Jubiläum

Motorsport: Zweiter Platz beim Jubiläum
Heinz Schmersal, Markus Oestreich und Thomas Schmid sorgten für ausgelassene Freude beim Radevormwalder Team "race&event". Das Trio lenkte den Audi TT-RS auf den zwölften Gesamtrang und Platz zwei bei den bei den Turbo-Specials bis 2000 ccm. FOTO: Ufer
Remscheid. Motorsport: Das Radevormwalder Team "race&event " landete beim 100. Einsatz auf dem Nürburgring auf dem Podium. Von Jörg Ufer

Beim dritten Saisonrennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring feierte das race&event-Team des Radevormwalders Martin Mohr ein Jubiläum nach Maß: Beim 100. Einsatz eines seiner Fahrzeuge auf dem Nürburgring gab es einen zweiten Klassenrang. Die sieggewohnten Fritzsche-Brüder wurden in ihrer Klasse nach viel Pech nur Zehnter.

Nach dem 24h-Rennen kehrte in Europas populärster Breitensportserie der Alltag zurück. Die Amateure waren wieder nahezu unter sich, nur drei (statt der bis zu 30) "Überautos" aus der GT3-Klasse fanden sich im Feld der 142 Starter. Einzig die nach dem tödlichen Unfall Ende März verhängten Tempolimits sorgten weiter für Gesprächsstoff. Aber wie aus gut unterrichteten Kreisen zu hören war, sollen diese spätestens Ende des Jahres wieder abgeschafft zu werden.

Nach vier Stunden Renndistanz feierte der Porsche GT3 von Frikadelli Racing mit dem Trio Sabine Schmitz, Klaus Abbelen und Patrick Huisman einen überlegenen Gesamtsieg. Auch sehr zur Freude des langjährigen Teammitgliedes Andreas Becker, dem Vorsitzenden des ACBL Remscheid. Für die Marke Porsche war es der 200. Gesamtsieg seit dem Beginn der Serie 1977. Hinter vier leistungsschwächeren Cup-Porsche 911 kam der Hückeswagener BMW-Pilot David Schiwietz beim Debüt am Steuer eines GT3-Fahrzeugs zusammen mit Mathias Henkola (Finnland) und Anders Buchard (Norwegen) auf einen guten sechsten Gesamtrang.

Mit dem zwölften Gesamtrang und dem zweiten Platz bei den Turbo-Specials bis 2000 ccm sorgten der bereits 69-jährige Heinz Schmersal (Wuppertal), Markus Oestreich (Petersberg) und Thomas Schmid (Willich) für ausgelassene Freude beim Radevormwalder Team "race&event". "Das war heute ein rundum gelungener Tag, ich bin sehr zufrieden", sagte Martin Mohr. "Mein Kompliment gilt vor allem Heinz. Hut ab, in dem Alter."

Mit neun Startern waren die Serienwagen bis 2500 ccm stark und ausgeglichen besetzt. Nach einem harten und fairen Kampf um Platz zwei behielten Niklas Steinhaus (Wermelskirchen), Christopher Rink (Frankfurt) und Danny Brink (Kühlsheim) im Adrenalin-BMW 325i schließlich die Oberhand. Steinhaus: "Dieser Erfolg fühlt sich an wie ein Sieg."

Das hätte auch gerne Andre Kuhn nach der Zieldurchfahrt gesagt. Der frischgebackene 24h-Klassensieger nahm die vier Stunden alleine in Angriff. Der Radevormwalder lag am Steuer des Black Falcon-Porsche auf Podiumskurs bei den Serienwagen bis 3500 ccm, als er nach zweieinhalb Stunden im Brünnchen förmlich abgeschossen wurde. Kuhn fuhr bei doppelt gelben Flaggen vorschriftsmäßig 60 km/h, als ein nachfolgender BMW mit unverminderter Geschwindigkeit einfach auffuhr.

Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche erlebten zusammen mit dem Finnen Hannu Luostarinen ein Rennen zum Vergessen. Schon nach fünf Runden gab es nach einem technischen Defekt eine Standzeit von 25 Minuten. In der 14. Runde platzte der linke Vorderreifen, die nächsten zehn Minuten gingen verloren. Mehr als Rang zehn war für die Hückeswagener Zwillinge im Opel Astra-Cup nicht mehr möglich.

Quelle: RP
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