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Remscheid
Sportler wollen Tennishalle nicht verlieren

Remscheid: Sportler wollen Tennishalle nicht verlieren
Sorgen sich um die Tennishalle (von links): Bernd Brüggehoff , Roland Nitzling, Philipp Braumann , Dagmar Wolf und Carlos Dantos. FOTO: Nico Hertgen
Remscheid. Vereinsvertreter des SSV Bergisch Born fürchten, bei einem Verkauf könnte sich die Nutzung ändern.

Bergisch Born kommt nicht zur Ruhe. Fünf Sportler des SSV Bergisch Born wendeten sich, aufgeschreckt durch die Nachricht vom anstehenden Verkauf der dortigen Tennishalle, gestern an die Öffentlichkeit. SSV-Fußball-Abteilungsleiter Carlos Dantas, Bernd Brüggehoff (Vorstand Finanzen Fußball), Dagmar Wolf (1. Kassiererin Gesamtverein), Tennis-Jugendwart Roland Nitzling und Tennislehrer Philipp Braumann wollen die Öffentlichkeit aufmerksam machen und die Halle für den Sport retten.

Nachdem es schon vor den Sommerferien erste Gerüchte gegeben habe, sei sie vor zwei Wochen aufgeschreckt worden, erzählt Dagmar Wolf. Es war bekannt geworden, dass die Volksbank Oberberg die Halle als Kaufobjekt für 325 000 Euro anbietet. Seitdem wird eifrig spekuliert. Zum Beispiel über den Zeitrahmen. "Bis Ende des Jahres", vermutet Bernd Brüggehoff, soll alles über die Bühne sein. "Drei Investoren soll es geben", sagen Carlos Dantas und seine Mitstreiter: einer wolle den Tennis- und Gastronomiebetrieb weiter führen, der zweite wolle eine Paintball-Halle installieren und als dritter zähle wohl ein Autohändler zu den aussichtsreichsten Bewerbern für das Objekt.

Namen wolle man nicht nennen. Zumindest einer ist jedoch bekannt. Mit dem Bewerber, der die Tennishalle erhalten will, haben die Sportler schon gesprochen. Ihn möchten sie unterstützen. Die Tennishalle in Bergisch Born müsse wegen ihrer großen Bedeutung für Sport und Freizeit erhalten bleiben, so die Vereinsvertreter. "Zehn Teams tragen in der Wintersaison in der Halle ihre Medenspiele aus", sagt Roland Nitzling, "sieben Vereine haben Hallenstunden gemietet." So nutzen außer dem SSV Bergisch Born auch die Tennis-Clubs Grün-Weiß und Blau-Weiß Remscheid die Anlage, hinzu kommen Hückeswagener Vereine.

"75 bis 80 Kinder spielen im Winter in der Halle", ergänzt Tennistrainer Braumann. "Wenn die hier nicht mehr spielen können, was bleibt ihnen dann noch?", weist Carlos Dantas auf das fehlende Freizeitangebot für Jugendliche im Ort hin. Ihm wäre auch die Paintball-Nutzung ein Dorn im Auge. "Ich sehe da keine Kompatibilität", sagt Dantas, "wenn in der Paintball-Halle geschossen wird und 50 Meter davon entfernt Kinder spielen."

Ein Problem ergibt sich schließlich dadurch, dass sich die Fußballer im kommenden Jahr vom Verein abnabeln wollen. "Wenn das Tennis leidet, würde auch der Breitensport im SSV Bergisch Born leiden", sagt Carlos Dantas. Womit er andeutet, dass dann der Traditionsverein Bergisch Born insgesamt in Schwierigkeiten geraten würde. Um das zu verhindern, wollen die fünf Sportler bald zur Volksbank und zu Politikern der Bezirksvertretung Kontakt aufnehmen.

(GP)
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