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Remscheid
"Springmaus" sorgt für viele Lacher

Remscheid: "Springmaus" sorgt für viele Lacher
Die "Springmaus"-Darsteller traten in unterschiedlichen Kombinationen auf die Bühne der Klosterkirche - mal als Solisten, als Duo und auch zu dritt. Thema des Improvisationsabends war der Karneval. Dabei bezogen die Schauspieler auch das Publikum mit ein. FOTO: Nico Hertgen
Remscheid. Das Improvisationstheater "Springmaus" begeistert die Gäste der Klosterkirche mit seinem Karnevals-Programm. Von Wolfgang Weitzdörfer

Man nehme: eine mit 260 Gästen ausverkaufte Klosterkirche, den Karneval als Rahmen und drei bis in die Haarspitzen motivierte Vollblutschauspieler aus dem Bonner "Springmaus"-Haus. Dann mische man diese vielversprechenden Zutaten für knapp zwei Stunden kräftig durch. Heraus kommt ein grandios unterhaltsamer Abend der Spitzenklasse, bei dem selbst das miesepriemeligste Auge nicht trocken bleibt, die Lachsalven in Maschinengewehrfrequenz gen Bühne prasseln und der Frohsinn das Zepter übernimmt, es einmal huldvoll übers dankbare Auditorium schwenkt und einen den grau-verregneten Sonntagnachmittag einfach vergessen lässt.

Zudem wurde dem Publikum noch der Einlass in die Klosterkirche versüßt und vereinfacht - stand doch im Programm: "Kommen Sie gern im Kostüm, wenn Sie Lust haben!". So das nicht geschehen war, gab es nicht nur einen Schmalzkringel in die Hand, sondern auch noch eine Luftschlange um den Hals. "Janz jeck" also schon im Vorprogramm, aber kein Problem fürs gut gelaunte Publikum, für das bestens aufgelegte Dreigestirn Vera Passy, Paul Hombach und Norbert Frieling sowieso nicht.

Das Trio, das mal als Duo und ganz brillant auch solistisch auftrat, legte sich von Minute eins an derart ins Zeug, dass man aus dem Lachen gar nicht mehr herauskam, der Griff zum Taschentuch aus der schieren lachtränenbedingten Notwendigkeit heraus obsolet wurde, und die Daumen ansonsten in nahezu hilflos gewordener Zustimmung permanent nach oben gereckt stehenblieben.

Apropos Daumen: Sigurd und Barbara aus Wuppertal waren eines von mehreren Paaren, die auf die Bühne gebeten wurden, um den Improvisationen des "Springmaus"-Trios den notwendigen Unterbau zu geben. Die beiden erlebten ihr Paar-Dasein von Frieling und Passy perfekt umgesetzt, wobei das Original-Paar per Daumen-hoch- und Daumen-runter-Geste kommentieren sollte, ob die "Springmäuse" das karnevalistische Beziehungsleben korrekt darstellten. Das war herrlich anzusehen, genauso wie der nur wenig später auf brillante Weise gesungene Bläck-Fööss-Klassiker "Trink doch Gene mit!" Von Bach über Beethoven, von Ralph Siegel über August Schönberg, von Grönemeyer bis Reinhard Mey und von Schlager bis Heavy Metal am Klavier und Keyboard - alles war dabei.

Da blieb nur eine Vokabel: faszinierend. Was auch für den ganzen, knapp zweistündigen Abend galt: Die drei "Springmäuse" sorgten für das breiteste Grinsen, das man sich in der Vorkarnevalszeit denken konnte. Und sie schlossen mit einer Zugabe, die die besten Momente des Abends noch einmal in Erinnerung brachte. Kurzes Fazit: brillant, faszinierend, großartig - bis bald, dreifache "Springmaus".

Quelle: RP
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