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Remscheid
Stadt braucht für den Galerie-Umbau Fördergelder

Remscheid. Kulturdezernent Henkelmann will die Abonnements von acht auf sechs Vorstellungen verkleinern. Von Christian Peiseler

Knapp eine halbe Million Euro haben die Fachleute des Gebäudemanagements für den Umbau der Städtischen Galerie in eine Musik- und Kunstschule veranschlagt. Doch um die Pläne zeitnah umsetzen zu können, fehlt der Stadt das Geld. Arnd Zimmermann, der neue Leiter des Kulturmanagements, hat daher einen Förderantrag beim Land gestellt, um die notwendigen Mittel zu beantragen. Die Musik- und Kunstschule sollte aus der Bökervilla ausziehen, weil Kaufinteresse für dieses Gebäude vorgelegen haben soll. Doch für das stark renovierungsbedürftige Gebäude gibt es keinen Käufer mehr. Der Umbau der denkmalgeschützten Häuser an der Scharffstraße sollte aber aus dem Verkaufserlös finanziert werden. Zurzeit werden die Räume von Schülern für eine Berufsanalyse genutzt.

Der Wegfall eines Raumes für Bildende Kunst in der Innenstadt soll zunächst mit einem Provisorium kompensiert werden. Die erste Ausstellung, die der Verein Pro Arte kuratiert, wird am 20. März im oberen Foyer des Theaters gezeigt. Es ist eine Hommage an den Remscheider Architekten Walter Arns, der wie kein zweiter Architekt in Remscheid das Stadtbild geprägt hat, angefangen mit der Sparkasse, dem Allee-Center und der Albert-Einstein-Schule bis hin zur Versöhnungskirche am Centralpunkt. Arns war über Jahre Fraktionsvorsitzender der FDP im Rat. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz bekräftigte gestern noch einmal, dass die Stadt weiter darum bemüht sei, einen Ort für Bildende Kunst im Zentrum zu finden.

Auf die Besucher des Teo Otto Theaters kommen Veränderungen zu. Kulturdezernent Christian Henkelmann will ab der Spielzeit 2017/18 die Struktur der Abonnements verändern. Statt acht Vorstellungen gibt es nur noch sechs . Die Reduzierungen der Aufführungen seien notwendig, denn der Gastspiel-Etat ist durch die vom Rat beschlossenen Kürzungen auf 400 000 Euro zusammengeschmolzen. Vor zwei Jahren lag er noch bei rund 760. 000 Euro. "Ich will in jedem Fall die Qualität der Vorstellungen erhalten", sagte Henkelmann. Wenn das Theater im "Orkus der Mittelmäßigkeit" untergehen würde, wäre dies eine Katastrophe. An der Preisschraube der Eintrittskarten hat die Verwaltung schon zu Beginn der vorigen Spielzeit gedreht.

Um die wenigen Mittel so effektiv wie möglich einzusetzen, kann sich Henkelmann auch eine engere Zusammenarbeit mit Solingen und Wuppertal vorstellen. Das betrifft sowohl den gemeinsamen Einkauf von Gastspielen wie auch gemeinsame Produktionen. Die Bergischen Symphoniker bleiben laut Henkelmann ein fester Bestandteil im Programm.

Gleichwohl steht die Finanzierung des Orchesters weiterhin auf wackeligen Füßen. Gemeinsam mit Solingen muss ein Weg gefunden werden, wie die GmbH in Zukunft auskömmlich finanziert wird, Der Fusionsvertrag war so schlecht verhandelt, dass die GmbH nun ins Minus zu rutschen droht. OB Mast-Weisz sagte, man suche gemeinsam mit Solingen nach Lösungen.

Quelle: RP
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