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Remscheid
Stadt hilft Bürgern beim Lärmschutz

Remscheid. Ab 1. Januar 2017 gibt es Zuschüsse für Schallschutzfenster- und Türen. Von Henning Röser

Wer in Remscheid entlang der Hauptverkehrsstraßen wohnt, ist in vielen Fällen einem Verkehrslärm ausgesetzt, der die gesetzlichen zulässigen Grenzwerte überschreitet. Beispiele für besonders betroffene Straßenabschnitte gibt es an der Lenneper Straße, der Eberhardstraße oder der Freiheitstraße.

Die Stadt hat zwar schon vor Jahren einen Lärmaktionsplan aufgelegt, der das Problem mit unterschiedlichsten Maßnahmen wie Flüsterasphalt oder Tempo 30-Regelungen in den Griff zu bekommen versucht. Doch gerade der Umbau der Straßen ist mit Blick auf die Finanzsituation der Kommune nur nach und nach umsetzbar.

Ein neues Förderprogramm für sogenannten passiven Lärmschutz, das der Rat in der vergangenen Woche verabschiedet hat, soll betroffenen Anwohnern nun schnellere Hilfe ermöglichen. Bis zu 4000 Euro pro Wohnung können sie für den Einbau besser schallisolierender Fenster und Türen, für neue Rollladenkästen oder schallgedämpfte Lüftungselementen erhalten. Bis zu 75 Prozent der Kosten dafür sind je nach Fall förderfähig, sagt Elke Ellenbeck vom Umweltamt.

So wird etwa geschaut, ob es ein Schlafzimmer, Kinderzimmer oder ein Wohnraum ist, der zur Straße hin liegt. Gestellt werden muss der Antrag vom Hauseigentümer.

Wer wissen will, ob und wie sein Haus für dieses Programm in Frage kommt, kann auf den Internetseiten der Stadt Einblick in Straßenkarten nehmen, die zeigen, welche Abschnitte in welche Lärmkategorie fallen. Auch ein Antragsformular kann dort heruntergeladen werden.

Die Stadt plant die Daten in das Geodaten-Portal zu übernehmen, das würde eine Identifizierung der betroffenen Hausnummern einfacher machen. Noch gebe es aber technische Probleme.

Elke Ellenbeck rät Bürgern, die Fragen zum Verfahren haben, telefonischen Kontakt (Tel: 16-2826) zu ihr aufzunehmen. Sie kann dann im Detail beraten. Das Programm startet zum 1. Januar 2017, es ist auf zwei Jahre ausgelegt. Die Mittel, die die Stadt für diesen Zweck in den Haushalt gestellt hat, sind begrenzt. In anderen Kommunen gibt es diese Programme schon länger.

Quelle: RP
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